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Jordanien macht nach Darstellung von Amnesty International seine Grenzen für syrische Bürgerkriegs-Flüchtlinge immer undurchlässiger. Zunehmend würden palästinensische Flüchtlinge, Menschen ohne gültige Ausweise und alleinstehende Männer abgewiesen.

Zudem würden Flüchtlinge entgegen offiziellen Zusagen zurück ins Bürgerkriegsland abgeschoben, kritisierte die Menschenrechtsorganisation in einem am Donnerstag vorgelegten Bericht über Jordanien und andere Nachbarn Syriens.

"Menschen, die vor dem bewaffneten Konflikt in Syrien fliehen, unterstehen internationalem Schutz. Ihre gewaltsame Rückführung verstösst daher gegen internationale Menschenrechtsstandards", sagte die Nahost-Expertin von Amnesty, Ruth Jüttner.

Flüchtlinge in der Falle

Die Abweisung von Flüchtlingen und deren Rückkehr in umkämpfte syrische Grenzgebiete führe dazu, dass Tausende Vertriebene in der Falle sässen. Darunter seien auch Familien mit kleinen Kindern, erklärte Jüttner an.

So hätten im Juli fast 4000 Menschen in der Nähe zweier Grenzübergänge fest gesessen, zitierte Amnesty Medienberichte. Wer es dennoch über die Grenze schaffe, lebe in extrem schlechten Verhältnissen oder in total überfüllten Flüchtlingslagern. Dort sei die Versorgung mit Wasser und Lebensmitteln eine der grössten Herausforderungen.

EU soll mehr Flüchtlinge aufnehmen

Neben den Nachbarländern, die ihre Grenze weiter offen halten müssten, sieht Amnesty vor allem die internationale Gemeinschaft in der Pflicht. Insbesondere die EU müsse die humanitären Hilfen aufstocken und mehr schutzbedürftige Flüchtlinge aus Syrien aufnehmen, forderte Juttner.

In Syrien ist seit über zwei Jahren ein Aufstand gegen Staatschef Baschar al-Assad im Gange, der sich mittlerweile zum Bürgerkrieg mit über 100'000 Toten entwickelt hat. Ein Drittel der gut 21 Millionen Syrer sind vor den Kämpfen auf der Flucht, die meisten davon im Land.

Mehr als zwei Millionen Menschen sind ins Ausland geflüchtet. Die Hauptlast bei der Aufnahme von Syrern tragen der Libanon, Jordanien und die Türkei.

SDA-ATS