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Ein Amokläufer hat in einer Schule in Rio de Janeiro ein Blutbad angerichtet. Er erschoss am Donnerstag mindestens elf Kinder und Jugendliche. Danach brachte er sich nach Angaben der Polizei selbst um.

Bei den Opfern handelt es sich um zehn Mädchen und einen Jungen im Alter von etwa 12 bis 14 Jahren. Mindestens 18 Menschen seien verletzt worden, vier davon schwer, sagte der Gesundheitsminister der Region Rio de Janeiro, Sergio Cortes.

Präsidentin tief betroffen

Staatspräsidentin Dilma Rousseff bedauerte in ihrer Fernsehansprache mit Tränen in den Augen den Tod "unschuldiger Kinder", die ihre Zukunft verloren hätten. Sie ordnete eine dreitägige Staatstrauer an.

Der 23-jährige Amokläufer hatte die Schule im Stadtteil Realengo im Westen der brasilianischen Metropole am Morgen betreten. Der Mann sei "gut angezogen und mit einem Rucksack" zur Schule gekommen, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Er habe angegeben, wegen einer Konferenz mit Schülern reden zu wollen, und habe daher bis in den dritten Stock der Schule gelangen können. Bewaffnet mit zwei Revolvern und einem Munitionsgürtel eröffnete er dort das Feuer auf die Schüler.

Wirrer Abschiedsbrief

Nach einem Schusswechsel mit zwei Polizisten, die zufällig in der Nähe der "Tasso da Silveira"-Schule auf Patrouille gewesen waren, nahm sich der Täter selbst das Leben.

"Er sah mich und zielte auf mich", sagte Marcio Alves, einer der Polizisten. "Ich habe ihm in die Beine geschossen, er fiel die Treppe hinunter und schoss sich selbst in den Kopf." Rios Bürgermeister Eduardo Paes lobte den Polizisten als Helden. Ohne ihn wäre der Amoklauf weit schlimmer ausgegangen, so Paes.

Der Amokläufer hinterliess einen wirren Abschiedsbrief, in dem er seine Tat ankündigte und erklärte, sich anschliessend umbringen zu wollen. Über das Motiv herrschte Unklarheit. Der Mann hatte laut der Tageszeitung "O Globo" keine Vorstrafen.

Offenbar ehemaliger Schüler

Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Eltern vor der Schule weinten und schreiend Informationen über ihre Kinder verlangten. Stunden nach der Tat wurden die verschiedensten Spekulationen laut. Es stand aber mit einiger Sicherheit fest, dass der Täter ein Ex-Schüler der "Tasso da Silveira"-Schule war.

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SDA-ATS