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Amokläufer von Ford Hood war Einzeltäter - Obama lobt Polizistin

Dieser Inhalt wurde am 08. November 2009 - 12:46 publiziert
(Keystone-SDA)

Washington - Nach dem Amoklauf auf dem US-Armeestützpunkt Fort Hood werden immer mehr Details über das Blutbad bekannt. Es sei sehr wahrscheinlich, dass der Amokläufer als Einzeltäter gehandelt habe, sagte ein Armeesprecher am Wochenende.
Über das Motiv des 39-jährigen Militärpsychiaters Nidal Malik Hasan herrscht weiter Unklarheit. So gilt als möglich, dass Hasan, der traumatisierte Rückkehrer aus Afghanistan und dem Irak betreute, unter der Last seiner Aufgabe zusammenbrach.
Verwandte hatten zudem berichtet, der gläubige Muslim habe sich diskriminiert gefühlt und unter seiner bevorstehenden Entsendung ins Ausland gelitten. Hasan hätte Ende November gegen seinen Willen nach Afghanistan geschickt werden sollen.
Nicht ausgeschlossen wird auch ein religiöser Hintergrund. So soll Hasan unmittelbar vor der Bluttat "Allahu akbar" (arabisch für: "Gott ist grösser") gerufen haben.
Behördenvertreter und US-Medien feierten die 34-jährige Polizistin Kimberley Munley als Heldin des Amoklaufs. Sie war nach den ersten Schüssen zum Ort des Geschehens geeilt und hatte Hasan gestellt. Bei einem Schusswechsel wurden beide schwer verletzt.
Es gilt als wahrscheinlich, dass noch mehr Menschen getötet worden wären, hätte die Polizistin nicht so entschlossen gehandelt. Sie befand sich am Samstag nach einer zweiten Operation auf dem Weg der Besserung.
Auch Hasan Gesundheitszustand verbesserte sich offenbar. Die künstliche Beatmung konnte eingestellt werden, wie der stellvertretende Kommandant von Ford Hood, Oberst John Rossi, sagte.
17 der 30 Verletzten befanden sich am späten Samstagabend noch im Spital. Ermittlern zufolge feuerte Hasan während des Amoklaufs mehr als 100 Schüsse ab.

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