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Der Zürcher Golfprofi André Bossert strebt an dem am Freitag beginnenden 21. Swiss Seniors Open in Bad Ragaz als Mitfavorit seinen ersten Heimsieg auf der europäischen Senioren-Profitour an.

Bossert egalisierte vor zwei Jahren bei seiner tollen Aufholjagd mit 61 Schlägen (9 unter Par) in der Schlussrunde den Platzrekord, den sich zuvor der Spanier Juan Quiros, Carl Mason und der Chilene Angel Fernandez geteilt hatten. Er verbesserte sich auf den 8. Platz. Vor einem Jahr ging er den umgekehrten Weg: Mit zwei ausgezeichneten Runden (68 und 65 Schläge) reihte er sich unter die Siegesanwärter, bevor ihm am Sonntag viel misslang und er in den 27. Rang zurückfiel.

Es würde nicht mehr erstaunen, wenn der 53-jährige, in Südafrika aufgewachsene Zürcher diesmal alles unter einen Hut bringen könnte. Mittlerweile gehört er zu den Golfern mit dem Europa-Slam - zu den wenigen Spielern, die in ihrer Karriere auf der PGA European Tour, der Challenge Tour und dem Ü50-Circuit jeweils mindestens ein Turnier für sich entscheiden konnten. Diesen Slam komplettierte er im September 2016 mit dem Triumph im englischen Woburn. Auch hat er nunmehr jede Stufe des Siegerpodests der Senioren-Tour mindestens einmal erklommen, nachdem er erst vor knapp zwei Wochen in Linna in Finnland nur einen Schlag hinter dem Spanier Santiago Luna Zweiter geworden war. Seit er mit dem 50. Geburtstag im November 2013 zu den Senioren gewechselt hatte, erspielte sich Bossert bis heute 15 Klassierungen unter den besten zehn.

Auch im golferischen Schlaraffenland USA ist "Bossy" angekommen. Am letzten Wochenende tauchte er einmal mehr in den Finalrunden eines Majorturniers auf. Am US Senior Open in Peabody in Bundesstaat Massachusetts liess er eine Reihe von Topstars und ehemalige Sieger von Majors auf der Main Tour hinter sich: Nick Faldo, David Toms, Tom Kite, Bob Tway, Mark Calcavecchia, Mark O'Meara und Hale Irwin sind Namen, die sich wie ein Who-is-who des Golfsports lesen. Am Wochenende büsste Bossert mit Runden von 74 und 73 Schlägen eine Reihe von Plätzen ein, aber der 54. Schlussrang in der Weltelite bedeutet allemal eine Ehrenmeldung.

Tim Thelen aus den USA könnte das Swiss Seniors Open zum dritten Mal nach 2012 und 2016 gewinnen. Er würde damit den Rekordsieger Carl Mason aus England (2007/2009/2010) einholen.

In die Vergabe des Preisgelds von 300'000 Euro sind viele weitere bekannte Spieler involviert. Im 54 Profis umfassenden Feld stehen unter anderen der Waliser Phillip Price, der Simbabwer Mark McNulty, die Engländer Steven Richardson, Barry Lane und Jamie Spence, der Schotte Gordon Brand junior und der Australier Peter Fowler, der Sieger von 2011.

SDA-ATS