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Der Schweizer Künstler Andreas Thiel hat in Nürnberg den Deutschen Kabarett-Preis 2013 erhalten. Die Jury lobte den 42-Jährigen als freien Denker und eleganten Sprachvirtuosen, der mit seinen scharfen Provokationen bewusst die Toleranzgrenzen seines Publikums auslote.

"Mit grosser Lust erzählt er in seinen Programmen häufig scheinbar ins Absurde driftende Geschichten, die auf den zweiten Blick überraschende Hintergründe und Zusammenhänge offenbaren", begründete die Jury ihre Wahl.

Für diese Leistung erhält der Berner den mit 6000 Euro (7400 Franken) dotierten Hauptpreis, der von der Stadt Nürnberg gestiftet und vom Nürnberger Burgtheater vergeben wird. Er gilt als einer der wichtigsten Kleinkunstpreise in Deutschland.

Den Förderpreis mit 4000 Euro erhält der in Berlin lebende Tilman Birr. "Seine Programme zeigen eine aussergewöhnliche Vielseitigkeit - ob als Sänger pointierter Lieder oder als mitreissender Erzähler intelligenter und enorm witziger Geschichten", heisst es in der Begründung der Juroren.

Der Sonderpreis in Höhe von 2000 Euro geht an die Stuttgarterin Tina Häussermann, die "selbstironisch, mit musikalischer Verve und einer grossen Leichtigkeit" begeistere.

SDA-ATS