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Rund viereinhalb Jahre nach einem schweren Unfall auf der Transrapid-Versuchsanlage im Emsland sind die beiden verantwortlichen Fahrdienstleiter zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Die Angeklagten hatten eingeräumt, Fehler gemacht zu haben.

Das Osnabrücker Landgericht sprach die beiden Familienväter im Alter von 61 und 52 Jahren der fahrlässigen Körperverletzung und fahrlässigen Tötung schuldig.

Das Urteil lautete auf ein Jahr beziehungsweise ein Jahr und sechs Monate Haft auf Bewährung. Bei dem Unglück gab es 23 Tote und 11 Verletzte.

Die beiden Männer hatten im September 2006 vergessen, vor der Fahrtfreigabe für die Magnetschwebebahn einen tonnenschweren Werkstattwagen von der Strecke zu nehmen.

Die beiden Angeklagten räumten im Prozess ihr Fehlverhalten ein und baten die Opfer und Hinterbliebenen um Entschuldigung. "Ich finde keine Erklärung für meinen schweren Fehler", sagte der 61-Jährige. Und sein 52-jähriger Kollege bat um Vergebung. "Ich würde alles dafür geben, wenn ich diesen schrecklichen Unfall ungeschehen machen könnte", sagte er.

Psychisch krank

Beide sind seit dem Vorfall psychisch krank und galten lange als selbstmordgefährdet, weshalb der eintägige Prozess erst jetzt stattfand.

Am 22. September 2006 war der Test-Transrapid, in dem sich eine Besuchergruppe befand, mit mehr als 170 Kilometern pro Stunde in den auf der Strecke abgestellten Werkstattwagen gerast. Bei dem Unfall kamen 23 Menschen ums Leben; weitere 11 wurden verletzt.

Der erste Fahrdienstleiter war bereits in einem ersten Prozess gegen zwei Betriebsleiter mitangeklagt gewesen. Die Betriebsleiter wurden im Mai 2008 zu Geldstrafen verurteilt. Der Fahrdienstleiter galt aber wegen psychischer Probleme als verhandlungsunfähig.

Der zweite Fahrdienstleiter tauchte erst in der zweiten Anklageschrift der Staatsanwaltschaft auf. Auch er galt bislang als verhandlungsunfähig. Ein Gutachter stellte Ende vergangenen Jahres die Verhandlungsfähigkeit der Beschuldigten fest.

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SDA-ATS