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Angriff von Hedgefunds Elliott an Actelion-GV gescheitert

Die mit Pauken und Trompeten vorgetragene Attacke des Hedgefunds Elliott Advisors auf das Biotechnologieunternehmen Actelion ist gescheitert. Die bisherige Firmenspitze hat den Machtkampf an der Generalversammlung in Basel klar gewonnen. Ein Verkauf von Actelion ist damit vom Tisch.

Der US-Hedgefunds blitzte am Donnerstag mit allen Anträgen ab. So wollte er die bisherige Firmenspitze absetzen, erntete aber Buh-Rufe im Saal. Verwaltungsratspräsident Robert Cawthorn und Konzernchef Jean-Paul Clozel erhielten die breite Unterstützung der fast 500 Aktionäre, die gut 60 Prozent des Aktienkapitals vertraten.

Die Abwahl von Cawthorn aus dem Verwaltungsrat wurde mit 52,4 Mio. Stimmen abgelehnt. Elliott konnte nur 25,9 Mio. Stimmen hinter sich scharen. Noch grösser war die Unterstützung für Jean-Paul Clozel, der mit 56,3 Mio. Stimmen wieder in das Aufsichtsgremium gewählt wurde.

Vorwürfe

Der Hedgefunds, der gemäss eigenen Angaben gut 6 Prozent des Aktienkapitals von Actelion kontrolliert, erachtet die Firmenstrategie von Actelion als zu riskant und meint, dass ein Verkauf für die Aktionäre mehr Wert bringen würde als ein Alleingang.

Actelion habe gut gearbeitet, sagte der Ex-Novartis-Manager James Shannon, den Elliott als neuen Verwaltungsratspräsidenten installieren wollte. Aber beim Medikament Tracleer, das 85 Prozent des Umsatzes beisteuere, entfalle ab 2015 der Patentschutz.

Zudem hielt Elliott der Actelion-Spitze die jüngste Schlappe gegen den japanischen Konkurrenten Asahi Kasei vor. Ein US-Gericht hatte Actelion vor kurzem zu einer Strafzahlung von bis zu 577 Mio. Dollar wegen Verletzung von Lizenzabkommen verurteilt, gegen die sich Actelion wehren will. Das Gerichtsverfahren in Kalifornien belege, dass Actelion eine Erneuerung des Verwaltungsrates dringend brauche, sagte Elliott-Vertreter Dominik Dolenec.

Verwaltungsrat entmachten

Der Hedgefunds wollte sieben der neun Verwaltungsräte entmachten und durch sechs eigene Leute, darunter Shannon, ersetzen. Zudem sollte der Präsident künftig von der Generalversammlung statt wie bisher vom Verwaltungsrat gewählt werden. Damit scheiterte der Hedgefunds deutlich.

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