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Angriffe auf Polizei vor Jahrestag des Todes eines Jugendlichen

Dieser Inhalt wurde am 05. Dezember 2009 - 12:36 publiziert
(Keystone-SDA)

Athen - Vor dem Jahrestag des Todes eines 15-Jährigen durch eine Polizeikugel sind in Griechenland mehr als 10'000 Sicherheitskräfte in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden.
In der Nacht hatten Unbekannte eine Polizeistation in der Hafenstadt Korinth mit Brandflaschen angegriffen. Die Polizei setzte Tränengas ein und nahm mehrere Menschen fest.
Am Freitag hatten Vermummte im Zentrum Athens zwei Polizisten brutal attackiert und verletzt: Rund 20 Angreifer attackierten die Polizisten mit Beilen, Eisenstangen und Hämmern, wie Augenzeugen berichteten.
Am Sonntag jährt sich der Todestag des 15-jährigen Alexandros Grigoropoulos. Studenten und Schüler kündigten Demonstrationen und Schulbesetzungen an. Studentenverbände befürchten, dass Extremisten die Gelegenheit nutzen könnten, um die griechische Hauptstadt ins Chaos zu stürzen.
Es sei beängstigend, dass Untergrundorganisationen immer häufiger Anschläge auf Polizisten und Polizeiwachen verübten, berichteten griechische Medien. Dabei würden Maschinengewehre und Handgranaten eingesetzt. Im Juni wurde ein Polizist erschossen, zwei andere Beamte wurden schwer verletzt.
Die linksgerichteten Untergrundorganisationen bezeichnen sich selbst als "Stadtguerilla" und drohen mit weiteren Anschlägen. Der Minister für Bürgerschutz, Michalis Chrysochoidis, warnte: "Wir werden Athen nicht den Vandalen überlassen." Der Befehl an die Polizei sei, die Demonstrationen zunächst zu beobachten, aber bei Gewalt "Null Toleranz" zu zeigen.
Nach dem Tod des 15-Jährigen war Griechenland vor einem Jahr von einer beispiellosen Gewaltwelle überzogen worden. Randalierer zerstörten Geschäfte in Athen und anderen Städten. Es entstanden Schäden in zweistelliger Millionenhöhe.
Parallel demonstrierten Zehntausende Jugendliche friedlich bis Anfang Januar gegen die Staatsmacht, Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit.

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