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Bewaffnete Anhänger des international anerkannten Präsidenten der Elfenbeinküste, Alassane Ouattara, haben am Montag einen Grossangriff auf mehrere vom bisherigen Staatschef Laurent Gbagbo kontrollierte Landesteile gestartet.

Nach Angaben der Angreifer zielten sie auf Städte im Westen, im Zentrum und im Osten des Landes.

Am Morgen griffen die Truppen Ouattaras die strategisch wichtige Stadt Duékoué im Westen des Landes an. Bis zum Abend lieferten sie sich Gefechte mit Getreuen von Gbagbo, die den Verkehrsknotenpunkt kontrollierten. Ein Sprecher der Unterstützer Ouattaras sagte der Nachrichtenagentur AFP, sie wollten den westlichen Landesteil "sichern". Mindestens zwei Anhänger Gbagbos und ein Unterstützer Ouattaras wurden getötet.

Gegen Abend gaben Ouattaras Anhänger an, Duékoué bis auf ein kleines "Widerstandsnest" eingenommen zu haben. Ausserdem hätten sie im Tagesverlauf die Städte Dalao im Zentrum und Bondoukou im Osten des Landes angegriffen.

Dalao ist die drittgrösste Stadt der Elfenbeinküste und ein Hauptumschlagplatz für Kakao. Das Land ist der weltweit grösste Exporteur von Kakao. Die Gegenseite verwies am Abend darauf, dass die Kämpfe weiter andauerten.

Geteiltes Land

In der Elfenbeinküste werden Teile des Nordens von den Anhängern Ouattaras, der Süden und die wichtige Metropole Abidjan hingegen von Unterstützern Gbagbos kontrolliert.

Die internationale Gemeinschaft sieht Ouattara als Sieger der Präsidentschaftswahl vom November an und fordert Gbagbos Rücktritt. Alle Vermittlungsbemühungen blieben bislang ohne Erfolg. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind fast eine Million Menschen auf der Flucht vor den Kämpfen.

Der frühere Aussenminister des Inselstaats Kap Verde, José Brito, der von der Afrikanischen Union zum neuen Vermittler in dem Konflikt benannt worden war, akzeptierte die Ablehnung seines Mandats durch Ouattara. "

Präsident Ouattara hat Gründe, die ich respektiere", sagte er. Das Ouattara-Lager hatte eine Vermittlung Britos am Samstag mit der Begründung abgelehnt, dieser pflege "persönliche Verbindungen" mit Gbagbo.

Verschwinden von UNO-Mitarbeitern

Die UNO untersuchte unterdessen das Verschwinden mehrerer vertraulicher Dokumente in der Elfenbeinküste. Laut der US-Tageszeitung "Wall Street Journal" sollen sie Informationen über die Einsätze von UNO-Helikoptern in dem Land enthalten haben und Anhängern Gbagbos in die Hände gefallen sein.

Dessen Einheiten hätten die Möglichkeit gehabt, zwei seit Februar vermisste UNO-Mitarbeiter zu entführen. Ein UNO-Sprecher bestätigte die Untersuchung.

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SDA-ATS