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Anleger in Asien haben am Dienstag auf eine stabile Regierung in Italien und frisches Geld von den Notenbanken in Europa und den USA gesetzt. Die erwartete Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie die wohl weiterhin grosszügige Versorgung der Wirtschaft mit Geld durch die US-Notenbank Fed beflügelten die meisten Aktienmärkte in Fernost.

Auch die neue Regierung in Italien, die nach einer zweimonatigen Hängepartie gebildet wurde, hob die Stimmung. Die Märkte seien nun stärker von der nationalen Politik als von den Fundamentaldaten getrieben, sagte ein Marktteilnehmer: "Solange die Musik spielt, muss man tanzen."

Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte ausserhalb Japans gewann gut ein Prozent. Besonders kräftig ging es in Südkorea nach oben. In China sind die Aktienmärkte wegen eines Feiertages bis Donnerstag geschlossen.

Die US-Börsen waren am Montag mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Der japanische Leitzindex Nikkei verlor nach enttäuschenden Unternehmensergebnissen 0,2 Prozent auf 13.860 Punkte. Die Investoren zeigten sich von den Prognosen des Roboterherstellers Fanuc und des Autobauers Honda enttäuscht. Dennoch legte die japanische Börse im April insgesamt so stark zu wie seit 20 Jahren in einem April nicht mehr.

Dabei spielte die Politik von Regierung und Notenbank eine Rolle, die Wirtschaft mit massiven Geldspritzen und Konjunkturprogrammen aus der seit Jahrzehnten lähmenden Deflation zu lösen. Die Bank von Japan drehte Anfang des Monats den Geldhahn so weit auf wie nie zuvor. Das zeigt erste Erfolge: Die japanischen Konsumenten sind in Kauflaune, die Konsumausgaben schnellten im März so stark in die Höhe wie seit neun Jahren nicht.

Die Arbeitslosigkeit fiel auf ein Vier-Jahres-Tief, der Einkaufsmanagerindex für die Industrie signalisierte Wachstum. Auch wenn die Industrieproduktion im März noch langsamer zulegte als von Experten erwartet, so ist hier ebenfalls eine Erholung in Sicht.

Der Yen gab zum Dollar etwas nach. Die Landeswährung ist seit Ende 2012 auf Abwärtskurs, seitdem Ministerpräsident Shinzo Abe angekündigt hatte, das Land aus der Deflation zu führen. Der Euro behauptete sich zum Dollar.

Dabei spielte das Ende der Regierungskrise in Italien eine Rolle, wo der neue Ministerpräsident Enrico Letta auf die Unterstützung des Parlaments setzen kann. Das liess die Zinsen für das hoch verschuldete Euro-Land am Montag auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2010 fallen.

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SDA-ATS