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Auf das Haus der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi ist am Donnerstag ein Brandanschlag verübt worden. Die faktische Regierungschefin steht wegen des brutalen Vorgehens gegen die muslimische Minderheit der Rohingya in der Kritik. (Archivbild)

KEYSTONE/EPA/HEIN HTET

(sda-ats)

Auf das Haus von Myanmars Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi in der ehemaligen Hauptstadt Rangun ist am Donnerstag ein Anschlag verübt worden. Nach Angaben der Polizei wurde gegen 06.30 Uhr Ortszeit (00.00 MEZ) ein Molotow-Cocktail auf das Gebäude geworfen.

In dem Gebäude stand die heutige faktische Regierungschefin zu Oppositionszeiten viele Jahre unter Hausarrest. Nach ersten Erkenntnissen entstand nur geringer Sachschaden. Verletzt wurde niemand.

Die "Staatsrätin" - so der offizielle Titel - war nach Angaben einer Regierungssprecherin zu diesem Zeitpunkt nicht in dem Haus. Die 72-Jährige hielt sich in Naypyidaw, der heutigen Hauptstadt des südostasiatischen Landes auf. Die Polizei veröffentlichte auch das Foto eines Verdächtigen - ein etwa 40 Jahre alter Mann, der den für Myanmar typischen Wickelrock trug.

Suu Kyi hatte in dem Gebäude, das an einem See liegt, bis zu ihrer Freilassung 2010 insgesamt 15 Jahre unter Hausarrest verbracht. Später empfing sie dort auch wichtige Staatsgäste. Die Nobelpreisträgerin steht derzeit wegen des brutalen Vorgehens von Myanmars Armee gegen die muslimische Minderheit der Rohingya international in der Kritik. Mehr als 680 000 Muslime sind ins Nachbarland Bangladesch geflohen.

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