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Attentäter in Ägypten haben einen Anschlag auf eine wichtige Gaspipeline im Norden der Sinai-Halbinsel verübt und damit die Lieferung in die Region gestoppt. Es gab einen grossen Knall, und noch in grosser Entfernung waren die Flammen zu sehen.

Die Pipeline musste geschlossen, und die Lieferungen unterbrochen werden. Die Leitung führt nach Israel und hat einen Abzweig nach Jordanien. Die Verbindung nach Jordanien ist unterbrochen.

Ob die Lieferungen nach Israel weiter möglich sind, war zunächst unklar. Israel habe die Leitung aus Sicherheitsgründen abgedreht, teilte die israelische Regierung mit.

Die staatliche jordanische Elektrizitätsgesellschaft NEC teilte mit, die Reparatur der Verbindung werde mindestens eine Woche dauern. "Wegen der Explosion muss die Elektrizitätsgesellschaft ägyptisches Gas mit Schweröl ersetzen, um Strom zu produzieren", teilte die NEC mit.

Keine Stromausfälle erwartet

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte, er erwarte keine Stromausfälle in seinem Land. Es sei aber unklar, ob die Verbindung unterbrochen seien, da die Gasleitung aus Sicherheitsgründen abgedreht sei, teilte Netanjahus Büro mit. Israel sei auf eine solche Situation vorbereitet und könne auf andere Energiequellen umstellen.

Das ägyptische Staatsfernsehen meldete: "Saboteure haben sich die instabile Sicherheitslage zunutze gemacht." Niemand sei verletzt worden. Die Lage sei unter Kontrolle.

Nicht der erste Anschlag

Ägypten beliefert Israel seit Anfang 2008 mit Erdgas. In der Bevölkerung gibt es wegen der israelischen Besatzung in den Palästinensergebieten grossen Widerstand gegen das Gas-Abkommen mit Israel. Ausserdem hatten die Beduinen-Clans bereits vor einiger Zeit damit gedroht, die Pipeline zu zerstören um die Freilassung von Angehörigen aus den staatlichen Gefängnissen zu erzwingen.

Im vergangenen Sommer gab es nach Medienberichten bereits einen kleineren Anschlag auf die Pipeline, der jedoch keinen grossen Schaden anrichtete. Damals wurden Beduinen hinter dem Angriff vermutet.

Der Gas-Export nach Israel läuft über die Firma East Mediterranean Gas Company (EMG), an der Hussein Salem beteiligt ist. Salem gilt als enger Vertrauter von Präsident Husni Mubarak.

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SDA-ATS