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Die Gesundheitskosten zulasten der Krankenversicherung sind letztes Jahr gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent auf 24,315 Milliarden Franken oder 3125 Franken pro versicherte Person angestiegen. Die Prämien waren kostendeckend, was den Kassen einen weiteren Reservenaufbau erlaubte.

Die Begrenzung des Kostenanstiegs auf 1,8 Prozent entspricht dem zweitbesten Ergebnis seit Inkrafttreten des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) im Jahr 1996, wie das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) am Montag mitteilte. Im Jahr 2009 lag der Anstieg bei 2,9%.

Laut dem EDI haben erstmals die Kosten für Laboranalysen abgenommen, und zwar um 4 Prozent. Der Rückgang wird auf die Revision der Analysenliste zurückgeführt, die am 1. Juli 2009 in Kraft trat.

Auch die Kosten für Medikamente sanken, allerdings nur um 0,7 Prozent. Weitere Einsparungen in Höhe von mehreren hundert Millionen Franken erhofft sich das EDI in diesem Bereich, weil in nächster Zeit bei zahlreichen Medikamenten der Patentschutz ausläuft.

Überdurchschnittlicher Anstieg im ambulanten Sektor

Während die Kosten der Spitäler (+0,7%) und der Pflegeheime (+1%) relativ stabil blieben, nahmen die Kosten der Arztpraxen um 2,8 Prozent zu. Einen überdurchschnittlichen Zuwachs verzeichneten der spitalambulante Sektor (+6,5%), die Spitex (+5,5%) und die Physiotherapie (+5,2%).

Das EDI führt den starken Anstieg im ambulanten Sektor auf eine vermehrte Verlagerung der Patienten vom stationären zum ambulanten Bereich zurück.

Das Ziel kostendeckender Prämien konnte bereits 2010 erreicht werden, ein Jahr früher als ursprünglich erhofft. Die Versicherer konnten ihre Reserven letztes Jahr soweit aufbauen, dass Konkurse vermieden werden konnten.

Ende 2010 wiesen nur 15 Versicherer ungenügende Reserven auf, gegenüber 25 im Vorjahr. Die Anzahl Versicherer sank 2010 nach verschiedenen Fusionen von 81 auf 64.

Geringster Anstieg 2006

Der geringste Anstieg war im Jahr 2006 mit 0,7 Prozent verzeichnet worden - dies dank Änderungen bei der Franchise und Medikamentenpreissenkungen. Das durchschnittliche jährliche Kostenwachstum seit der Einführung des KVG liegt bei 4,3%. Am stärksten zugenommen hatten die Kosten in den Jahren 1998 und 2004 mit je 6,6%.

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SDA-ATS