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Der Ansturm tunesischer Flüchtlinge auf die italienische Insel Lampedusa reisst nicht mehr ab. Nachdem in der Nacht zum Montag noch mehr Boote anlandeten, ist die Zahl der Immigranten auf der kleinen Insel auf etwa 4800 hochgeschnellt, wie italienische Medien berichteten.

Damit kommt praktisch auf jeden Einheimischen ein Flüchtling. Innerhalb von 24 Stunden erreichten knapp 1500 Flüchtlinge in 13 Booten die Insel. In der Nacht auf Montag legten fünf Boote mit 450 Nordafrikanern an Bord an. Ein Ende des Exodus ist nicht abzusehen.

Seit Jahresbeginn seien knapp 15'000 Flüchtlinge auf Lampedusa angekommen, sagte Innenminister Roberto Maroni am Montag nach einer Kabinettsitzung. Er warnte davor, dass sich auf dem Weg auch Terroristen einschleusen könnten. Die oftmals wenig seetauglichen Boote legen meist von der tunesischen Küstenstadt Zarzis oder von der Insel Djerba ab.

Anlegemanöver verhindert

Die Bevölkerung von Lampedusa rebelliert zunehmend gegen die Flüchtlingsflut. Am Sonntag versuchten Bewohner der Insel, Anlegemanöver eines Schiffes zu verhindern. An Bord des Schiffes befand sich Material, um auf der Insel ein Zeltlager zu errichten. Erst am Sonntagabend konnte das Schiff im Hafen anhalten.

"Es besteht die Gefahr, dass Lampedusa explodiert", warnte Bürgermeister Dino De Rubeis. Die Bevölkerung Lampedusas fordert ein rasches Handeln der Regierung in Rom. Diese will in den nächsten Tagen ein Vereinbarung mit der neuen Regierung in Tunis treffen, um die Immigrantenwelle aus dem Unruheland einzudämmen.

Lage besorgniserregend

Das Aufnahmelager auf Lampedusa ist wieder einmal heillos überfüllt. Das Lager ist nur für 850 Menschen ausgelegt. Das Flüchtlingswerk UNHCR appellierte an die italienischen Behörden, die Migranten so rasch wie möglich mit Luftbrücken auf das italienische Festland, oder nach Sizilien zu bringen.

Die Überbelastung des Auffanglagers auf der Insel sei besorgniserregend. "Es ist nicht mehr möglich, allen Migranten über Nacht Unterkunft in einem geschlossenen Raum zu bieten", sagte die italienische UNHCR-Sprecher Laura Boldrini.

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SDA-ATS