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Antiterrorstaatsanwalt François Molins am Dienstagabend vor den Medien in Paris.

KEYSTONE/AP/CHRISTOPHE ENA

(sda-ats)

Nach der Festnahme von zwei mutmasslich islamistischen Terrorverdächtigen haben Ermittler bei einer Razzia in Marseille drei Kilogramm des Sprengstoffs TATP und mehrere Waffen gefunden. Das teilte Antiterrorstaatsanwalt François Molins am Dienstagabend in Paris mit.

TATP war auch bei den Pariser Terroranschlägen vom November 2015 von islamistischen Gewalttätern verwendet worden.

Die Ziele der festgenommen Terrorverdächtigen von Marseille seien noch nicht klar, so Molins. Bei der Durchsuchung sei auch eine Fahne der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gefunden worden.

Der 22-jährige Clément B. und der 29-jährige Mahiedine M. hätten eine "gewaltsame Aktion" auf französischem Territorium geplant, die "unmittelbar" bevorgestanden habe, führte Molins aus. Es sei aber unklar, an welchem Tag genau und auf welches Ziel oder welche Ziele der Anschlag verübt werden sollte. Molins charakterisierte die beiden Verdächtigen als "ebenso misstrauisch wie entschlossen".

Die Verdächtigen, die beide die französische Staatsbürgerschaft haben, waren am Dienstag in Marseille gefasst worden. Ihr Anschlagsziel war womöglich ein Präsidentschaftskandidat oder eine Wahlkampfveranstaltung.

Mindestens einige der elf Präsidentschaftskandidaten waren bereits vergangene Woche gewarnt worden. Die rechtspopulistische Kandidatin Marine Le Pen und das Umfeld von Ex-Wirtschaftsminister Emmanuel Macron bestätigten der Nachrichtenagentur AFP, ihren Sicherheitsdiensten seien am vergangenen Donnerstag Fotos der beiden Verdächtigen übergeben worden.

Die Festnahmen fünf Tage vor der ersten Runde der Präsidentschaftswahl am kommenden Sonntag schürten neue Sorgen vor Anschlägen. Die Wahl findet deshalb unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen statt. Gleiches gilt für die Wahlkampfveranstaltungen. Bei den beiden Wahlrunden am 23. April und 7. Mai werden landesweit mehr als 50'000 Polizisten und Soldaten im Einsatz sein.

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SDA-ATS