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Kabul/Washington - Neun Jahre nach dem Sturz der radikalislamischen Taliban gibt es erste Anzeichen für Versöhnungsgespräche zwischen den Islamisten und der Regierung in Kabul. NATO-Kommandeur David Petraeus sagte, mehrere Taliban-Gruppen hätten bereits Kontakt zur Regierung und zu den ISAF-Truppen gesucht.
"Es gab bereits ungefähr 20 Angebote seitens kleiner Gruppen aus dem ganzen Land", sagte Petraeus der Nachrichtenagentur AFP am Montag und bezog sich dabei auf ein von Präsident Hamid Karsai aufgelegtes Versöhnungsprogramm. Dieses sieht vor, gemässigten Taliban im Gegenzug dafür, dass sie ihre Waffen niederlegen, etwa einen Job zu garantieren.
Bei den nun aufgenommenen Kontakten über Diskussionen über eine Waffenniederlegung könne aber "noch nicht von Verhandlungen gesprochen" werden, betonte Petraeus. Vielmehr handle es sich um "die allerersten Diskussionen".
"Sie kommen zur Regierung und sie kommen auch zu uns", sagte Petraeus mit Bezug auf die NATO-Truppen. Er hat das Kommando über mehr als 150'000 ISAF-Truppen am Hindukusch.
Zugleich sagte er, die Aussöhnung mit den Taliban sei "Sache der afghanischen Regierung". "Präsident Karsai hat klare Linien dafür aufgestellt und wir unterstützen das." Die "New York Times" hatte den Kommandeur zuvor mit den Worten zitiert, hochrangige Taliban-Führer hätten Kontakt mit den höchsten Kreisen der afghanischen Regierung aufgenommen.
Taliban dementieren
Die Taliban hingegen dementierten die Aufnahme von Gesprächen mit der afghanischen Regierung. Entsprechende Äusserungen von NATO-Kommandeur David Petraeus seien "ohne Grundlage" und "falsch", sagte Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahid der Nachrichtenagentur AFP.
"Nicht ein einziger unserer Kämpfer würde Verhandlungen mit den ausländischen Angreifern oder ihren Marionetten aufnehmen", Mudschahid weiter. Die Taliban forderten weiter den "vollständigen und bedingungslosen Rückzug" der ausländischen Truppen aus Afghanistan.

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SDA-ATS