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Die Ortschaft Mitholz mit dem Felsen, der 1947 teilweise weggesprengt wurde. (Archivbild)

KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

(sda-ats)

Die Arbeitsgruppe Mitholz, welche die vom Berner Oberländer Armee-Munitionslager ausgehende Gefahr weiter untersucht, hat diese Woche erstmals getagt. Sie hat beschlossen, möglichst rasch zu klären, welche zusätzlichen Überwachungsmassnahmen nötig sind.

Wie das VBS am Donnerstag mitteilte, fiel dieser Beschluss bei der Bestimmung der Themenfelder, die in den nächsten Monaten durch Untergruppen zu bearbeiten sind. Bei den weiteren Themen handelt es sich um Abklärungen zur Reduktion des Risikos, um technische Untersuchungen, um die Notfallorganisation sowie um rechtliche Aspekte.

Apotheke weitgehend geräumt

Der Bundesrat hatte die Bildung der Arbeitsgruppe beschlossen, nachdem klar geworden war, dass vom ehemaligen Armee-Munitionslager eine grössere Gefahr ausgeht als angenommen.

Das Munitionslager war 1947 teilweise in die Luft geflogen. Dabei kamen mehrere Menschen um. Heute befinden sich schätzungsweise immer noch rund 3500 Bruttotonnen Munition mit mehreren hundert Tonnen Sprengstoff in den eingestürzten Anlageteilen und im Schuttkegel davor.

VBS-Vorsteher Guy Parmelin erläuterte den Bewohnern des Dorfs Mitholz die neue Lage Ende Juni vor Ort. Parmelin sagte damals, aufgrund eines Zwischenberichts einer Gruppe von externen und internen Experten seien Sofortmassnahmen für die Bevölkerung nicht nötig. Doch müsse die Truppenunterkunft in der Nähe des ehemaligen Munitionslagers und eine Armeeapotheke geräumt werden.

Die Unterkunft ist nun geschlossen. Die Räumung der Apotheke steht kurz vor dem Abschluss. Der vollständige Bericht der Experten zur Risikobeurteilung wird Ende September vorliegen und dem Bundesrat auf den Tisch gelegt. Anschliessend kann sich das Bundesamt für Umwelt dazu äussern.

Gemeinden, Kanton Bern, BLS. . .

Die Arbeitsgruppe Mitholz setzt sich aus Vertretern der direkt betroffenen Stellen zusammen, wie das VBS schreibt. Vertreten sind die Gemeinden Kandergrund und Kandersteg und vom Kanton Bern die Abteilungen Bevölkerungsschutz, Umweltsicherheit sowie das Regierungsstatthalteramt Frutigen-Niedersimmental. Mitholz gehört zur Gemeinde Kandergrund.

In der Arbeitsgruppe machen auch Vertreter des Bundesamts für Umwelt, des Bundesamts für Strassen, des Bundesamts für Verkehr, der Eidgenössischen Finanzverwaltung, der BLS Netz AG sowie des VBS mit. Letzteres ist mit Leuten des Generalsekretariates, der Armee, des Bundesamtes für Rüstung armasuisse und des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz präsent.

Wie seit Anfang Juli bekannt ist, leitet die ehemalige VBS-Generalsekretärin Brigitte Rindlisbacher die Arbeitsgruppe.

Keine Hotline mehr, aber Sprechstunden

Das VBS steht nach eigenen Angaben mit den lokalen Behörden weiterhin im engen Kontakt und informiert sie laufend über die Entwicklung. Gemeinsam wurde beschlossen, periodisch Sprechstunden vor Ort anzubieten, an denen Vertreter des VBS für Fragen und Anliegen der Bevölkerung zur Verfügung stehen.

Die erste Sprechstunde findet am 30. August 2018 in Kandergrund statt. Die Hotline, welche unmittelbar nach Guy Parmelins Auftritt in Mitholz eingerichtet worden war, wird eingestellt.

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