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Luxemburg - Der weltgrösste Stahlhersteller ArcelorMittal erwartet nach einem starken zweiten Quartal eine Abkühlung des Geschäfts in den kommenden Monaten. Von April bis Juni profitierte ArcelorMittal von der hohen Nachfrage.
Der Konzern steigerte seinen Überschuss von 0,68 Mrd. US-Dollar im Vorquartal auf 1,7 Mrd. Dollar. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen wegen der Wirtschaftskrise noch einen Verlust von knapp 800 Mio. Dollar hinnehmen müssen.
Der Stahlabsatz stieg im Vorjahresvergleich von 17 auf 22,8 Mio. Tonnen, der Umsatz legte im zweiten Quartal von 15,2 auf 21,7 Mrd. Dollar zu, wie das Unternehmen am Mittwoch in Luxemburg mitteilte.
Allerdings rechnet ArcelorMittal im dritten Jahresviertel mit einem leichten Rückschlag. Der Vorstand erwartet nur noch einen Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Sondereffekten (EBITDA) zwischen 2,1 und 2,5 Mrd. Dollar. Im zweiten Quartal lag das EBITDA noch bei 3 Mrd. Dollar.
Konzernchef Lakshmi Mittal begründete den erwarteten Rückgang vor allem mit saisonalen Effekten und der leichten Abschwächung des Wirtschaftswachstums in China. Die grösste Herausforderung sei, die gestiegenen Rohstoffpreise an die Kunden weiterzugeben. Damit taten sich die Stahlkocher zuletzt schwer, da die Preise seit etwa Ende April unter Druck sind.
Ausgelöst wird diese Entwicklung unter anderem durch den sich abkühlenden Wirtschaftsboom in China. Zudem haben viele Kunden ihre in der Krise geleerten Lager wieder aufgefüllt. Kritiker werfen den Stahlkochern vor, ihre Kapazitäten zu schnell wieder hochgefahren zu haben.
ArcelorMittal kündigte an, dass die Auslastung seiner Werke von 78 Prozent im abgelaufenen Quartal auf 70 Prozent im laufenden Viertel sinken werde. Mittal gab sich aber optimistisch, dass sich der langfristige Erholungstrend seit dem Ende der globalen Wirtschaftskrise fortsetzen werde.

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SDA-ATS