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Asylbewerber werden künftig auch in einer Armeeunterkunft auf dem Gotthard untergebracht. Das Zentrum soll während drei Jahren genutzt werden, wie das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Freitag bekannt gab.

Die vorgesehene Unterkunft liegt beim Sella-See auf einer Höhe von 2257 Metern, wie die Tessiner Zeitung "La Regione" berichtete. Vorgesehen ist eine Nutzung jeweils während den Sommermonaten bis längstens 2015.

Die Detailverhandlungen zwischen dem Bundesamt für Migration (BFM) und der Gemeinde Airolo sind noch nicht aufgenommen worden, weshalb konkrete Fragen zur Nutzung vorerst nicht geklärt sind, wie das VBS weiter bekannt gab. Die Gemeinde Airolo selber musste nicht um Erlaubnis gefragt werden, da eine Asylunterkunft bewilligungsfrei in Betrieb genommen werden kann.

Bisher wurde mit allen Standortgemeinden eine Vereinbarung ausgehandelt. Darin werden betriebliche, betreuungstechnische und auch sicherheitstechnische Aspekte geregelt. Dieses Vorgehen ist auch bei der Unterkunft Lago Sella geplant. Dabei können auch Fragen im Zusammenhang mit dem Tourismus geklärt werden.

Eine spezielle Konvention für die Sicherheit im Tourismusgebiet ist nicht nötig. Das VBS stellt bei keiner Asylunterkunft Sicherheitskräfte. Sicherheitsleistungen werden vom BFM von zivilen Sicherheitsfirmen eingekauft.

Schwierige Standortsuche

Es gibt nach wie vor mehrere Standorte, die für Asylunterkünfte geprüft werden. Sie werden aber laut VBS erst dann bekannt gegeben, wenn alle Details mit den betreffenden Gemeinden geregelt sind.

Erst vergangene Woche war bekannt geworden, dass der Bund die Militärunterkunft "Les Pradières" in der Neuenburger Gemeinde Val-de-Ruz bis Ende April 2014 weiter nutzen wird. In der Obwaldner Gemeinde Alpnach werden ab Sommer 2013 für sechs Monate bis zu 100 Asylsuchende in der dortigen Truppenunterkunft Kleine Schliere einquartiert.

Die Suche nach Asylunterkünften gestaltet sich schwierig, wie gerade das Beispiel Tessin gezeigt hat. Der Gemeindepräsident von Bedretto, Diego Orelli, hatte Bundesvertretern den Widerstand seines Dorfes gegen die Unterbringung von 120 Asylsuchenden in einem ehemaligen Militärbunker kund getan.

Gemäss Erkenntnis der nationalen Asylkonferenz von Anfang Jahr wären rund 6000 Plätze für Asylsuchende in der ganzen Schweiz erforderlich. Diese Anzahl kann aber nicht mit Armeeinfrastrukturen abgedeckt werden. Der Bund selber verfügt über etwas weniger als 2000 Plätze.

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SDA-ATS