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Das Bundesamt für Migration (BfM) hat am Mittwoch die Armeeunterkunft Schweig bei Realp UR als Asylzentrum in Betrieb genommen. Bis im November werden dort jüngere Männer aus Nordafrika einquartiert. Die unterirdische Anlage bietet Platz für maximal hundert Personen.

Die Armeeunterkunft Schweig befindet sich auf rund 1800 Meter Höhe oberhalb von Realp im Kanton Uri. Damit bringt das BfM zur Zeit in fünf Militäranlagen Asylbewerber unter. Neben Schweig sind dies Les Pradières NE, Châtillon FR, Nottwil LU und Medel GR.

Die Armeeunterkunft Schweig ist über drei Kilometer von dem auf 1538 Meter über Meer gelegenen Realp entfernt. Die Asylbewerber müssen den Weg ins Dorf zu Fuss zurücklegen.

Schweig sei keine Ideallösung, sagte BfM-Sprecher Michael Glauser auf Anfrage. Das BfM würde zentralere Lösungen vorziehen, müsse aber die Plätze nehmen, die es erhalte.

Am Mittwoch zogen gemäss BfM rund 20 Asylbewerber in der Unterkunft Schweig ein. Betreut werden sie von der Firma ORS und der Securitas. Nachdem sich das Team eingearbeitet hat, wird die Belegung hochgefahren. Im Normalfall werde die Unterkunft zu 80 Prozent belegt sein, sagte Glauser.

In Schweig werden vorwiegend junge Männer aus Nordafrika untergebracht. Es handelt sich gemäss BfM um mobile Männer, die alleine unterwegs sind und wenig Aussichten auf einen positiven Entscheid haben.

Das BfM möchte, dass sich die Asylbewerber frei beschäftigen können. Allerdings sei es nicht so einfach, Arbeiten zu finden, die der Allgemeinheit dienten und die Privatwirtschaft nicht konkurrenzierten.

Stossen Pläne für Asylunterkünfte oft auf Widerstand, reagierten die 160 Einwohnerinnen und Einwohner von Realp gelassen auf die Pläne des Bundes, wobei sich das Dorf regelmässig auch bei Abstimmungen (etwa EWR, Schengen, Minarett-Initiative) aufgeschlossen zeigte. Die Gemeinde habe sich sehr kooperativ gezeigt, sagte der BfM-Sprecher.

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SDA-ATS