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Lance Armstrong, der ehemalige Radfahrer und siebenfache Sieger der Tour de France, begleitet die 104. Auflage der Tour de France mit seinem Podcast "Stages".

Dort setzt er sich täglich 45 Minuten mit den Geschehnissen des Rennens auseinander. Vor Ort ist der wegen Dopings lebenslang gesperrte Texaner nicht, bei den Organisatoren gilt er als unerwünschte Person.

Also sendet Armstrong aus den USA. Für seine Beiträge erntet der 45-Jährige, dem alle sieben Siege nachträglich aberkannt wurden, mitunter viel Lob. Fundiert kommentiert er das Rennen und nimmt Stellung zu den Ereignissen rund um die Tour. Das kommt an. Armstrong hat zu allem eine Meinung, und er nimmt kein Blatt vor den Mund.

Ächtung unterschiedlich stark

Auch nicht, als sein langjähriger Rivale Jan Ullrich bei den Feierlichkeiten zum Grand Départ in Düsseldorf nicht geladen war. "Den Roten Teppich für Jalabert, Virenque, Hinault (und viele andere) ausrollen, aber Jan nicht einladen? Pfft", schrieb Armstrong auf Twitter und traf dabei einen wunden Punkt der 104. Tour und des Radsports generell.

Überführte Dopingbetrüger begleiten den Tross der Profiradfahrer nach wie vor. Sei es als TV-Experten, wie etwa im Fall von Laurent Jalabert. Vor vier Jahren war der Ex-Weltmeister noch nicht so gesprächig, als er durch einen Anti-Doping-Bericht des französischen Senats als EPO-Betrüger bei der Tour 1998 enttarnt worden war. Dass Jalabert später in seinem TV-Job vage Doping-Andeutungen in Richtung Chris Froome anstellte, hatte dann doch einen Beigeschmack.

Virenque "resozialisiert"

Auch Richard Virenque, der in den Festina-Skandal von 1998 verwickelt war, gibt seine Expertisen bei Eurosport zum Besten. Vor 19 Jahren wurde Festina-Teamarzt Willy Voet mit haufenweise Dopingmitteln im Auto an der belgisch-französischen Grenze erwischt. Das Team Festina wurde ausgeschlossen, später gab Virenque ein tränenreiches Geständnis ab. Eine scheinbar aufrichtige Doping-Beichte ist bei der Resozialisierung immer hilfreich.

Mindestens ebenso problematisch ist die Tatsache, dass überführte Doper nach wie vor hohe Positionen in den Teams bekleiden. So ist beispielsweise der 2012-Olympiasieger Alexander Winokurow, der Chef des Astana-Teams um Mitfavorit Fabio Aru, ebenso in Amt und Würden, wie Marco Pantanis früherer Sportchef Giuseppe Martinelli bei der kasachischen Equipe. Auch bei Katjuscha gibt es einen Teamchef mit einschlägiger Vergangenheit. Jose Azevedo wurde 2012 im Bericht der US-Anti-Doping-Agentur USADA namentlich erwähnt.

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SDA-ATS