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Der Pharmakonzern Roche kann auf höhere Umsätze mit seinem Arthritis-Medikament RoActemra hoffen. In einer Studie sei die Arznei als Einzeltherapie bei der Behandlung von rheumatoider Arthritis wirksamer gewesen als das Medikament Humira des Rivalen Abott Laboratories, teilte Roche am Mittwoch mit.

Gelenkschmerzen und Schwellungen würden stärker zurückgehen und die Lebensqualität der Patienten verbessere sich im Vergleich signifikant. Die Studie mit dem Namen "Adacta" soll am Freitag auf dem Jahreskongress der European League Against Rheumatism (EULAR) in Berlin vorgestellt werden.

RoActemra wird als sogenanntes Zweitlinien-Medikament eingesetzt. Es ist nach Roche-Angaben in der EU und in den USA zur Behandlung von Patienten zugelassen, die auf andere Behandlungen nicht ansprechen oder diese nicht vertragen.

Das Konkurrenz-Mittel Humira ist mit einem Umsatz von mehr als acht Milliarden Dollar (rund 6,4 Milliarden Euro) eines der weltweit am meisten verkauften Medikamente. Rheumatoide Arthritis ist eine häufig auftretende Autoimmunerkrankung, an der nach Roche-Angaben weltweit bis zu 70 Millionen Menschen leiden.

Im ersten Quartal erlöste Roche mit dem gemeinsam mit der japanischen Tochter Chugai entwickelten RoActemra knapp 185 Millionen Franken bei einem Konzernumsatz von elf Milliarden Franken. Wann sich die positiven Studienergebnisse in steigenden Umsätzen niederschlagen ist Analysten zufolge unsicher.

Es sei schwer zu beurteilen, wie schnell sich die Verschreibungsgewohnheiten der Ärzte verändern, erklärte Vontobel-Analyst Andrew Weiss, der dem Medikament über Zeit einen Spitzenumsatz von zwei Milliarden Franken im Jahr zutraut. Die Roche-Aktien legten in einem festeren Gesamtmarkt 0,9 Prozent zu.

SDA-ATS