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Aserbaidschan will Schweiz mehr Gas und Öl liefern

Dieser Inhalt wurde am 19. Oktober 2009 - 17:51 publiziert
(Keystone-SDA)

Lohn/Bern - Bei einem offiziellen Besuch des aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Alijew in Bern hat Bundespräsident Hans-Rudolf Merz die gegenseitigen Beziehungen gelobt. Alijew versicherte, sein Land könne der Schweiz "innert kurzer Zeit" Gas und Öl liefern.
"Aserbaidschan begrüsst den Bau einer neuen Pipeline nach Europa", zeigte sich der Präsident an einer Medienkonferenz "sehr zufrieden" mit den Gesprächen mit der Schweizer Regierung. Am Morgen hatten ihn und seine Delegation im Landgut Lohn neben Merz Energieminister Moritz Leuenberger sowie Aussenministerin Calmy-Rey empfangen.
Merz sagte, Aserbaidschan sei "eine der wichtigsten Quellen für Öl und Gas - und die Schweiz ist daran sehr interessiert." Noch sei aber die Transportfrage nicht ganz gelöst: Über die Durchquerung der Türkei werde noch verhandelt.
Die Elektrizitätsgesellschaft Laufenburg (EGL) will gemeinsam mit der norwegischen StatoilHydro die Trans Adriatic Pipeline (TAP) bauen. Ab 2011 soll Gas aus Aserbaidschan nach Italien fliessen. Zurzeit habe die EGL noch kein Gasbezugsabkommen mit Aserbaidschan geschlossen, sagte Mediensprecherin Lilly Frey auf Anfrage.
Merz und Alijew betonten bei ihrem Treffen, dass sie die Beziehungen, die bereits in den letzten Jahren "dynamisch" gewesen seien, weiter vertieft werden wollen. Mit rund 135 Millionen Franken halten sich die gegenseitigen Importe laut Staatssekretariat für Wirtschaft SECO 2008 in etwa die Waage. Die Importe der Schweiz stiegen allerdings um rund 270 Prozent an - dies vor allem im Bereich Energie.
"Wir haben keine Probleme welcher Art auch immer", sagte Merz vor den Medien. Ob dabei auch die Menschenrechte im autoritär regierten Staat in Zentralasien angesprochen wurden, erwähnte er nicht. Die Wahl Alijews im Oktober 2008 mit fast 90 Prozent der Stimmen war international kritisiert worden.

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