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Erstmals seit der Abspaltung vor drei Jahren haben sich Vertreter des Kosovos und Serbiens in Brüssel zu Verhandlungen an einen Tisch gesetzt. Die EU hatte die Gespräche, die hinter verschlossenen Türen stattfanden, vermittelt.

Die Verhandlungen starteten am Dienstagabend nach stundenlanger Verzögerung, weil die Kosovo-Delegation verspätet eintraf. Die erste Verhandlungsrunde soll am Mittwoch abgeschlossen werden. Schnelle Lösungen wurden nicht erwartet.

Die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton äusserte sich zuversichtlich über den Verlauf der ersten direkten Gespräche zwischen den Regierungen Serbiens und des Kosovo geäussert. Sie sei überzeugt, dass beide Seiten praktische Lösungen finden könnten, um den Alltag der Menschen in der Region zu erleichtern, erklärte Ashton am Dienstag in Brüssel.

Probleme durch Dialog zu lösen, sei "der europäische Weg", fügte Ashton hinzu. Ziel der Gespräche sei es, die Zusammenarbeit zwischen den beiden Balkanstaaten zu stärken und sie der Europäischen Union näher zu bringen.

Themen der ersten Gesprächsrunde sollten etwa regionale Zusammenarbeit, Bewegungsfreiheit sowie Erleichterungen für Handel und Transport sein. Die Erwartungen zum Treffen gehen aber weit auseinander: Während die Serben hoffen, dass der staatsrechtliche Status noch einmal neu verhandelt wird, wollen Pristina und Brüssel nur über "praktische Themen" sprechen.

Die Beziehungen der beiden Balkanstaaten liegen seit der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo im Februar 2008 auf Eis. Die Regierung in Belgrad weigert sich, die Selbständigkeit seiner früheren Provinz anzuerkennen.

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SDA-ATS