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Basel - In asiatischem Gemüse finden sich wieder vermehrt Rückstände von Pflanzenbehandlungsmitteln: Von 32 im vergangenen Jahr vom Basler Kantonslabor untersuchten Proben gab die Hälfte zu Beanstandungen Anlass.
Damit erhöhte sich die Beanstandungsquote innerhalb eines Jahres von 22 auf 50 Prozent, wie aus einem im Internet veröffentlichten Bericht des Kantonslabors Basel-Stadt hervorgeht. 2008 hatte die Quote noch 32 Prozent betragen.
Einen möglichen Grund für die markante Zunahme der beanstandeten Proben im vergangenen Jahr sieht das Kantonslabor in verstärkten Kontrollen der Europäischen Union "Die Schweiz wird offensichtlich als Ausweichsdestination für minderwertige Ware benutzt", heisst es im Bericht.
Kontrolliert hatte das Kantonslabor 2010 im Frühling und im Herbst direkt aus Thailand, Indien und Vietnam eingeführtes Gemüse jener vier Importeure, die schon 2009 und 2008 unter die Lupe genommen worden waren. Nur elf der 32 Proben wiesen keine Rückstände von Pflanzenschutzmitteln auf. In der Hälfte wurden dagegen eine oder mehrere Höchstkonzentrationen überschritten.
Ungenügende KontrolleDas Kontrollsystem für Pestizidrückstände in pflanzlichen Lebensmitteln sei ungenügend, hält das Basler Kantonslabor aufgrund der Erfahrungen in den letzten Jahren fest. Den Importeuren wurde verfügt, die Ursache für die schlechten Resultate abzuklären und Massnahmen für eine Verbesserung einzuleiten. Vorgeschlagen werden etwa Messungen auf eigene Rechnung durch ein Privatlabor.

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SDA-ATS