Navigation

Sprunglinks

Hauptfunktionen

Asylsuchende stehlen Schaf und schlachten es

Asylsuchende haben in Kollbrunn im Zürcher Tösstal ein Schaf gestohlen und das Tier im Freien geschlachtet. Die Tat von Mitte Mai flog auf, weil sie das Schaffleisch im Kühlschrank in einem Zimmer des Durchgangszentrums aufbewahrten.

Roman Della Rossa, Mediensprecher der ORS Service AG, die das Durchgangszentrum in Kollbrunn betreut, bestätigte am Mittwoch einen Bericht der Winterthurer Zeitung "Der Landbote". Er bestätigte, dass ein Betreuer in der Nacht vom 16. auf den 17. Mai 2011 Blutspuren entdeckt habe. Bei einer Zimmerkontrolle sei er dann auf das Fleisch im Kühlschrank gestossen.

Die Überreste des Schafes wurden an einem Flussufer gefunden, sagte Marc Besson, Mediensprecher der Zürcher Kantonspolizei. Die Polizei habe drei bis vier Kilo Fleisch sichergestellt. Aufgrund der laufenden Ermittlungen wollte der Sprecher keine näheren Angaben zum Fall machen.

Kein klares Motiv erkennbar

Am Zwischenfall sind gemäss Roman Della Rossa zwei bis drei junge Männer beteiligt. Angaben zur Nationalität machte er nicht. Die Aussagen der mutmasslich Beteiligten seien sehr widersprüchlich. Es gebe kein klares Motiv.

"Wir sind sehr perplex und haben uns beim betroffenen Landwirt entschuldigt", sagte der Mediensprecher. Der Bauer erhielt eine Entschädigung von mehreren hundert Franken. Sein Hof liegt rund 200 Meter vom Durchgangszentrum entfernt.

Die ORS Service AG betreut seit 20 Jahren Asylbewerber und Flüchtlinge. "So etwas ist noch nie vorgekommen", sagte Della Rossa. Das Unternehmen betreibt schweizweit in den Kantonen Basel-Stadt, Freiburg, Solothurn und Zürich Asylzentren. Es betreut für 50 Gemeinden Wohnungen für Asylsuchende.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.