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Nach dem schweren Erdbeben in Japan sind in der Präfektur Fukushima in zwei Kernkraftwerken massive Probleme aufgetreten. Für beide wurde der atomare Notfall ausgerufen. Regierungschef Tan forderte die Menschen auf, die Umgebung der Anlagen zu verlassen.

In drei Reaktoren des Kernkraftwerks Fukushima 2 büssten die Kühlsysteme einen Teil ihrer Leistungsfähigkeit ein. Dies teilte die Betreiberfirma Tokyo Electric Power (Tepco) nach japanischen Medienberichten am Samstag mit.

Probleme bei fünf Reaktoren

Die Anlage Fukushima 2 ist zwölf Kilometer von Fukushima 1 entfernt. Dort war im Kontrollraum eines Reaktors eine tausendfach gegenüber dem Normalwert erhöhte Radioaktivität gemessen worden. Probleme gibt es mittlerweile bei fünf Reaktoren - zwei in Fukushima 1 und drei in Fukushima 2.

Premierminister Naoto Kan forderte die Menschen in einem Radius von 10 Kilometern um Fukushima 1 und drei Kilometern um Fukushima 2 auf, sich in Sicherheit zu bringen. Er flog inzwischen per Helikopter ins Katastrophengebiet, um sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen.

Im Kraftwerk Fukushima 1 soll ein Ventil geöffnet werden, um Druck aus der Anlage abzulassen, wie die Agentur Kyodo unter Berufung auf Tepco meldete. Es könne sein, dass auch Radioaktivität aus der Anlage ausgetreten sei.

Kernschmelze befürchtet

Die beiden Kernkraftwerke befinden sich rund 250 Kilometer nördlich der Hauptstadt Tokio, in der vom Erdbeben besonders betroffenen Region. Einige Experten befürchteten eine Kernschmelze, die zum Austritt von Radioaktivität führen kann.

Japan gewinnt rund ein Drittel seines Strombedarfs aus 55 Reaktoren an 17 Standorten. Beim Erdbeben am Freitag schalteten sich insgesamt elf Reaktoren automatisch ab. Mit einer Stärke von 8,9 war es das schwerste Beben in der Geschichte des Landes.

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SDA-ATS