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Der Präsident der Afrikanischen Union (AU), Jean Ping, hat am Samstag im Zuge einer Vermittlungsmission in der Elfenbeinküste nacheinander die beiden Konkurrenten um das Präsidentenamt getroffen.

Er übergab sowohl dem abgewählten Staatschef Laurent Gbagbo als auch dem international als Wahlsieger anerkannten Alassane Ouattara eine Botschaft der afrikanischen Vermittlergruppe. Ouattara sagte anschliessend, er habe eine Einladung für das Treffen der Staatschefs des AU-Rats für Frieden und Sicherheit am kommenden Donnerstag in Addis Abeba erhalten.

Seit der Präsidentschaftswahl im vergangenen November ringen der bisherige Amtsinhaber Gbagbo und sein Herausforderer Ouattara um die Macht. Beide beanspruchen den Sieg für sich und liessen sich bereits als Präsidenten vereidigen.

In Frauendemonstration geschossen

Am Donnerstag hatten mutmassliche Gbagbo-Soldaten in Abidjan in eine Frauendemonstration geschossen und dabei mindestens sieben Frauen getötet. Die UNO warnte vor einem Bürgerkrieg in dem westafrikanischen Land.

Ein Video des tödlichen Vorfalls, das die Nachrichtenagentur AP auf YouTube stellte, zeigt, wie Tausende Frauen singend den Rückzug Gbagbos fordern. Wenige Minuten später hört man mehrere Schüsse.

Die Menge rennt schreiend auseinander, dann schwenkt der Kameramann über vier am Boden liegende Frauen. Eine blutüberströmte Frau versucht aufzustehen und bricht dann zusammen. An einer Stelle fängt die Kamera einen vorbeifahrenden blauen Panzerwagen ein, auf dem "Staatspolizei" steht.

Bereit für Ermittlungen

Die stellvertretende Anklägerin des Internationalen Strafgerichtshofes (IStGH), Fatou Bom Bensouda, sagte der Nachrichtenagentur AFP am Samstag in Den Haag, der IStGH stehe für Ermittlungen wegen der Gewalttaten in der Elfenbeinküste bereit.

"Wir sammeln Informationen, wir analysieren Informationen und wir werden in sehr kurzer Zeit bereit sein zu handeln." Das Land stehe "an der Schwelle zum Bürgerkrieg".

Nach Bensoudas Angaben kamen seit der umstrittenen Präsidentschaftswahl in der Elfenbeinküste fast 400 Menschen gewaltsam ums Leben, hunderttausende Menschen seien wegen des Konfliktes auf der Flucht. "Es wird jeden Tag schlimmer", fügte die Anklägerin hinzu.

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SDA-ATS