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Dieses Mal hat es für Usain Bolt nicht gereicht. Die Reaktionen fielen unterschiedlich aus.

Der jamaikanische Sprintstar Usain Bolt musste sich bei der WM in London bei seinem Abschied von der grossen Bühne mit der Bronzemedaille über 100 m begnügen. Gold ging an seinen Dauerrivalen Justin Gatlin, der vom Grossteil der fast 60'000 ansonsten fairen Zuschauer im Olympiastadion ausgebuht wurde.

Die Fans feierten Bolt wie einen Sieger und Bolt feierte sich selbst, obwohl er sein zwölftes WM-Gold verfehlt hatte. "Ihr seid wunderbar, ich danke euch", schrie Bolt nach einer Umarmung mit Gatlin mehrere Male ins Stadionmikrofon. Zum zweiten Mal bei einer WM verlor er den Sprint-Titel, 2011 in Daegu schied er mit Fehlstart aus.

"Ich werde die Leichtathletik immer vermissen. Ich geniesse es, mit der Menge zu spielen und die Energie zu spüren", sagte Bolt in London, wo ihm nun der wichtigere erste Teil seiner letzten grossen Mission misslang.

"Das ist jetzt surreal", sagte der neue Sprint-Weltmeister Justin Gatlin. "Usain hat so viel in unserem Sport erreicht und andere inspiriert." Der Amerikaner erzählte auch, was Bolt zu ihm gesagt hatte: "Usain sagte, 'Gratulation, du verdienst es'. Das kam echt von ihm, er weiss, wie hart ich arbeite. Heute ging es nur um diesen Sieg, und ich habe es geschafft, ihn mir zu schnappen."

An die vielen Buh-Rufe hat Gatlin sich mittlerweile gewöhnt. "Die Leute, die mich mögen, schreien für mich. Darauf habe ich mich konzentriert." Über Bolt meinte er: "Auf der Bahn sind wir Rivalen, aber sonst scherzen wir miteinander."

Gatlin setzte sich in 9,92 Sekunden vor seinem Landsmann Christian Coleman (9,94) durch, Bolt egalisierte mit 9,95 Saisonbestleistung. 2013 in Moskau und 2015 in Peking musste sich Gatlin jeweils mit WM-Silber hinter Bolt begnügen, ebenso bei Olympia 2016 in Rio de Janeiro. Seine grossen Freiluft-Titel stammen mit Olympia-Gold 2004 in Athen und dem WM-Sprint-Double 2005 in Helsinki aus der Ära vor Bolt und zwischen seinen eigenen zwei Dopingsperren.

Die Fans verziehen Gatlin seine Vergangenheit nie, auch in der Stunde seines vielleicht grössten Triumphes verweigerten ihm die meisten den Applaus. Mit 35 Jahren ist er der älteste 100-m-Weltmeister der Geschichte.

Die Organisatoren hatten die Zuschauer schon den ganzen Abend auf Bolt eingestimmt, heizten dem ohnehin schon keine Grenzen mehr kennenden Hype noch zusätzlich an, waren mit einer eignen Bolt-Cam unterwegs und blendeten auf den Vidiwalls die besten Nachahmer des "Lightning Bolt" ein. Zusätzlich machte das WM-Maskottchen ein spezielles Blitz-Aufwärmprogramm mit dem Publikum.

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SDA-ATS