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Aufgehelltes Ergebnis: Die Grossbank Credit Suisse war im dritten Quartal 2017 deutlich profitabler unterwegs als noch im Jahr zuvor. (Archivbild)

KEYSTONE/WALTER BIERI

(sda-ats)

Das interne Fitnessprogramm hat sich im dritten Quartal auch bei der Credit Suisse in einer Gewinnsteigerung niedergeschlagen. Die Kosteneinsparungen beschleunigten sich und die Verluste der auslaufenden Geschäfte schrumpften.

Obwohl die Credit Suisse im dritten Quartal mit 244 Millionen Franken fast sechsmal mehr Reingewinn erzielte als im Vorjahr, kann sie noch lange nicht an die Ergebnisse in der Ära von Ex-Chef Brady Dougan anschliessen.

Doch die Grossbank hat damit die Aufwärtsbewegung der letzten Quartale bestätigt. Im traditionell ertragsstärkeren zweiten Quartal hat die Grossbank ein Plus von 303 Millionen Franken erreicht. Konkurrentin UBS gab letzte Woche für das Herbstquartal eine Gewinnsteigerung um 39 Prozent auf 1,2 Milliarden Franken bekannt.

Diese Verbesserungen hat die Credit Suisse jedoch nicht in ihren Kerngeschäften erreicht. In diesen blieb sie sogar leicht unter dem Ergebnis des Vorjahresquartal.

Das solide Ergebnis ist vielmehr das Resultat zweier Faktoren. So hat die Bank im Vergleich zum Vorjahr die Verluste aus den Geschäften, die die Bank auslaufen lässt, deutlich reduziert. Anstatt ein Minus von 852 Millionen Franken wie vor einem Jahr meldet die Credit Suisse für die so genannte Strategic Resolution Union noch einen Verlust von 578 Millionen Franken.

Kostenziel übertroffen

Das Finanzinstitut hat zudem die Ausgaben wie geplant weiter senken können. So seien im dritten Quartal Kosteneinsparungen von rund 400 Millionen Franken erzielt worden, heisst es in der Mitteilung vom Donnerstag. Damit haben sich in den Sommermonaten die Kosten deutlich stärker reduziert als in den Vorquartalen.

CS-Chef Tidjane Thiam ist denn laut der Mitteilung auch zuversichtlich, dass Ende Jahr die Kostenbasis der Bank unter dem früher angegeben Kostenziel zu liegen kommt. Dieses Ziel für 2017 liegt bei unter 18,5 Milliarden Franken. Bis Ende 2018 will die Bank die Basis auf unter 17 Milliarden Franken senken.

Bei den Ergebnis der Kerngeschäfte fällt vor allem der Gewinneinbruch in der Schweizer Bank auf. Im Schweizer Geschäft sank der Gewinn vor Steuern mit 426 Millionen Franken deutlich.

Der Grund dafür ist jedoch ein Sonderertrag im Vorjahr aus dem Verkauf des "Leuenhofs" an der Bahnhofstrasse in Zürich. Ohne diesen Sondereffekt fiel der Gewinn im Schweizer Geschäft um rund 4 Prozent höher aus.

Asien-Geschäft wieder auf Kurs

In der internationalen Vermögensverwaltung gelang es der Credit Suisse die Erträge zu steigern. Der Vorsteuergewinn stieg um fast die Hälfte auf 355 Millionen Franken.

Bei der Asienbank meldet die Credit Suisse mit einem Vorsteuergewinn von 218 Millionen Franken das beste Ergebnis im dritten Quartal seit 2014. Weil die Grossbank das Asiengeschäft als neuen Geschäftsschwerpunkt definiert hat, ist das für den CS-Chef Tidjane eine gute Nachricht. In den Quartalen zuvor lief nämlich das zuvor boomende Asiengeschäft nicht mehr so rund.

Saisonal bedingt deutlich schlechter als in den Vorquartalen dagegen schnitt die Investmentbank ab. Der Handel mit Wertpapieren macht mit einem Vorsteuergewinn von 71 Millionen Franken im dritten Quartal nicht mal einen Drittel des Gewinns der Vorquartale.

Kalte Schulter für Bohli

Beim Neugeldzufluss meldet die Grossbank für das gesamte Vermögensverwaltungsgeschäft für Privatkunden ein Plus von 10,4 Milliarden Franken. Damit sind der Bank 0,8 Milliarden Franken mehr neue Gelder zugeflossen als im Vorjahresquartal.

Institutionellen Anlegern und Geschäftskunden haben dagegen im dritten Quartal grosse Summen bei der Credit Suisse abgezogen. Im Schweizer Geschäft weist der Quartalsbericht bei den Neugeldern ein Minus von 13,7 Milliarden Franken aus.

Zur Forderung nach einer Aufspaltung der Bank, die der aktivistischen Investors Rudolf Bohli vor kurzem aufgestellt hatte, sagte Thiam lediglich, dass die Bank alle Optionen prüfe und gerne Vorschläge diskutiere. Er sei jedoch zurzeit mit dem eingeschlagenen Weg zufrieden. "Die Strategie funktioniert", sagte er.

Zuvor hatte er jedoch mit einer Bemerkung klar gemacht, dass er zumindest vom geforderten Börsengang der Investmentbank nichts hält. Die Bank biete den Kunden einen "integrierten Ansatz", der nur mit einer Investmentbank funktioniere, sagte er. "Sonst ist man lediglich ein Briefkasten."

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