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Wie die US-Notenbank Fed bleibt auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) bei ihrer ultralockeren Geldpolitik. Sie belässt den Leitzins bei 0 bis 0,25 Prozent und hält wie erwartet auch am Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken fest. Die BIP-Prognose wird dagegen erhöht.

Die SNB reagiert auf die robuste Entwicklung der Schweizer Wirtschaft im bisherigen Jahresverlauf und rechnet nun für 2013 mit einem Wachstum des Bruttoinlandproduktes (BIP) von 1,5 bis 2,0 Prozent, wie sie am Donnerstag bekannt gab. Bislang war sie von 1,0 bis 1,5 Prozent ausgegangen.

Trotz der offenen Geldschleusen sind für die Währungshüter "keine Inflationsrisiken erkennbar": Im laufenden Jahr dürfte das Preisniveau laut SNB insgesamt sogar um 0,2 Prozent sinken. Bislang hatte die Prognose auf -0,3 Prozent gelautet. Grund für die leichte Erhöhung seien die gestiegenen Ölpreise und die positivere Konjunkturlage, erklärte die Nationalbank.

Für 2014 wurde die Teuerungsprognose leicht von +0,2 auf +0,3 Prozent erhöht und für 2015 bei +0,7 Prozent belassen. Demnach bliebe die Entwicklung der Konsumentenpreise deutlich unterhalb der Warnschwelle von 2 Prozent.

Auge auf Immobilienmarkt

Im Auge behält die SNB den inländischen Hypothekar- und Immobilienmarkt, der von den tiefen Zinsen befeuert wird. Es gebe zwar einzelne Signale einer Beruhigung und der Preisanstieg habe sich in einigen Segmenten etwas abgeschwächt, schreiben die Notenbanker.

Dennoch seien die Hypothekarkredite nach wie vor schneller als das BIP gewachsen und die Immobilienpreise weiter gestiegen. Die Nationalbank verfolgt deshalb "die Situation weiterhin aufmerksam".

Der Euro-Frankenkurs reagierte auf die Ankündigung mit einem leichten Rückgang von 1,234 auf 1,233 Franken. Die SNB bekräftigte, sie würde den Mindestkurs von 1,20 Fr. wenn nötig durch den Kauf von Devisen in unbeschränkter Höhe durchsetzen und bei Bedarf weitere Massnahmen ergreifen.

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SDA-ATS