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Aus Verärgerung über ein Gerichtsurteil haben hunderte aufgebrachte Muslime in Indonesien ein Gerichtsgebäude gestürmt und zwei Kirchen in Brand gesteckt. Die aufgebrachte Menge bewarf auch eine weitere Kirche und ein Schulgebäude mit Steinen.

Mehrere Fahrzeuge gingen in Flammen auf. Die Ausschreitungen vor dem Amtsgericht in Temanggung in der Mitte des Landes dauerten vier Stunden. Mindestens neun Menschen wurden verletzt, wie Augenzeugen erklärten.

Etwa 1500 Menschen hätten gegen das aus ihrer Sicht zu milde Urteil gegen einen Christen wegen Beleidigung des Islam demonstriert, sagte ein Polizeisprecher.

Der Mann war demnach zur für derartige Vergehen zulässigen Höchststrafe von fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er laut Urteil Flugblätter, die den Islam beleidigen, verteilt hatte. Der aufgebrachte Mob habe die Todesstrafe für den Christen oder seine Auslieferung an das Volk gefordert.

Während des Angriffs auf die Kirchen hätten die Demonstranten "Töten, töten" gerufen, sagte der Polizeisprecher. Sie hätten ausserdem die Polizisten mit Steinen beworfen. Die Einsatzkräfte hätten daraufhin Tränengas eingesetzt und Warnschüsse in die Luft abgefeuert, mittlerweile habe sich die Lage beruhigt.

Am Sonntag hatte eine Menge drei Mitglieder der muslimischen Minderheit der Ahmadi-Bewegung getötet. Zu dem Angriff hatte eine islamistische Gruppe aufgerufen, die Angehörige der Ahmadi-Bewegung als Ungläubige betrachtet. Indonesien ist das Land mit der weltweit grössten muslimischen Bevölkerung.

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SDA-ATS