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Von Anfang an so geplant: Das totale Fotografierverbot in Bergün im Bündnerischen Albulatal soll von den Stimmberechtigten bald wieder aufgehoben werden.

KEYSTONE/GEMEINDE BERGUEN

(sda-ats)

Das totale Fotoverbot in der Bündner Gemeinde Bergün soll schon an der nächsten Gemeindeversammlung wieder aufgehoben werden. Dieses Vorgehen war laut den Verantwortlichen von Anfang an so geplant.

"Das Fotoverbot ist eine Aktion in mehreren Akten mit einer geplanten Dramaturgie", sagte Cyrill Hauser, PR-Chef bei der federführenden Kommunikationsagentur Jung von Matt/Limmat. Die Agentur entwickelte diese Kampagne zusammen mit dem Gemeindevorstand von Bergün, mit Bergün Filisur Tourismus und der kantonalen Organisation Graubünden Ferien.

Das am Dienstag kommunizierte, von der Bergüner Gemeindeversammlung in Form eines Gesetztes verabschiedete Verbot hatte internationale Beachtung von Medien und auf den Social Media erhalten. Viele Schreibende reagierten irritiert bis verärgert. In der Schweiz braute sich in den Kommentaren auf Zeitungsportalen gar ein Shitstorm zusammen.

Kontorversen erwartet

"Wir haben mit Kontroversen gerechnet", sagte PR-Chef Hauser. Vom Ausmass der negativen Kommentare sei man nicht überrascht worden. Zudem würde sich die negative Welle bereits jetzt legen und positive Kommentare sich häufen. Im Ausland sei die Aktion von Anfang an positiver aufgenommen worden als in der Schweiz.

Der Tenor in der Schweiz lautete: "Nach Bergün fahre ich nun erst recht nicht. Verbote gibt es in der Schweiz schon genug." Mit "Charme und Cleverness" habe der Werbegag rüberkommen wollen, sagte Dennis Lück, ebenfalls bei der Kommunikationsagentur tätig, dem Online-Portal persoenlich.com.

Bei den Schweizer Kommentarschreibern kam das bisher so aber kaum an. Sie sprachen von "Dummheit" und "Arroganz" der Bündner Bergler.

SDA-ATS

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