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Mit einer hervorragenden Runde von 64 Schlägen schliesst der 53-jährige Golfprofi André Bossert das 21. Swiss Seniors Open in Bad Ragaz ab. Er verbessert sich vom 39. in den 20. Rang.

André Bossert lag zuletzt noch neun Schläge hinter dem 54-jährigen englischen Sieger Phil Golding, der seinerseits mit vier Schlägen Rückstand auf den nach zwei Tagen führenden Waliser Mark Mouland in die Schlussrunde gestartet war.

Bossert zeigte den in hellen Scharen aufmarschierten Fans am dritten Tag auf dem Par-70-Kurs in Bad Ragaz doch noch sein wahres Können. Den Unterschied machte die Arbeit auf den Greens aus. Hatte er vor allem beim 71er-Umgang am ersten Tag eine ganze Reihe sehr guter Möglichkeiten für Birdies ausgelassen, fand er am dritten Tag mit einem andern Putter zur Sicherheit zurück. "Ich hatte in der Vorbereitung für die Saison sehr viel für das Putting investiert. Wenn es auf einmal nicht klappt, besteht immer die Gefahr, dass man sich ein bisschen verunsichern lässt", sagte der Zürcher, der letzten September im englischen Woburn seinen ersten Sieg im Rahmen des europäischen Circuits der Ü50-Profis errungen hatte.

Vor einem Jahr hatte Bossert in Bad Ragaz nach zwei Runden den Sieg in Griffweite, bevor er zurückfiel. Diesmal - wie schon mit seinem Platzrekord von 61 Schlägen im Jahr 2015 - zeigte er die Topleistung am letzten Tag. Wird er die beiden unterschiedlichen Turnierverläufe irgendwann zusammenlegen und in den Sieg ummünzen können? "Ich spüre hier in Bad Ragaz immer einen gewissen Druck. Ich will immer alles geben. Und ich will hier wirklich einmal gewinnen."

André Bossert hat auf der Seniorentour eine recht intensive Zeit vor sich. In dieser Woche spielt er im deutschen Vorbeck. Nach einer Woche Pause folgt der Saisonhöhepunkt, das mit umgerechnet 1,86 Millionen Franken dotierte Senior British Open, ein Majorturnier, an dem auch sämtliche Spitzensenioren des amerikanischen Circuits starten werden.

Dritter Toursieg für Golding

Bei seinem dritten Sieg auf der Senior Tour, dem ersten seit fast drei Jahren, machte sich Phil Golding das Scheitern der Konkurrenten in der letzten Runde zunutze. Der in Europa noch so gut wie unbekannte Amerikaner Clark Dennis hätte ein Stechen gegen Golding erzwingen können. Aber am 18. Loch schlug er den Ball weit über die Tribüne ins Out. Dies kuriose Missgeschick kostete ihn zwei Schläge und warf ihn in den 3. Schlussrang zurück - auf die Höhe von Mouland, der seine Chancen mit je einem Bogey am 13. und am 15. Loch verspielt hatte.

Besonders zu erwähnen ist der 2. Platz des jetzt für Irland spielenden Simbabwers Mark McNulty beim ersten Start in Bad Ragaz. Er büsste auf Golding nur einen Schlag ein. McNulty hat sich in seiner langen Karriere auf der PGA European Tour einen Namen als Gentleman wie auch als guter Golfer gemacht. Er siegt 16 Mal auf der grossen Tour. Mit diesem Palmares gehört er nach Gary Player und Sir Bob Charles zu den renommiertesten Spielern, die in den letzten 21 Jahren in Bad Ragaz angetreten sind.

Das Sieger-Interview nutzte der aus Luton nördlich von London kommende Phil Golding nicht dazu, um über sein eigenes Spiel zu referieren. Vielmehr nutzte er die Zeit, um Bad Ragaz als das beliebteste Turnier der Seniorentour hervorzuheben. Das gelte für ihn selbst, aber ebenso für seine Kollegen und die Caddies.

SDA-ATS