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Mit einem Grossaufgebot versucht die Polizei in Bahrain eine Ausbreitung der Unruhen vor dem Grand Prix der Formel 1 am Sonntag zu verhindern. Mit Tränengas und Blendgranaten gingen die Polizisten bei vereinzelten Zusammenstössen in der Hauptstadt Manama am Donnerstag gegen Demonstranten vor.

Über einigen Stadtteilen kreisten Polizeihelikopter, viele Ladenbesitzer schlossen aus Furcht vor weiteren Ausschreitungen ihre Geschäfte. Auch in Touristengegenden wie dem Goldmarkt waren bereits am frühen Abend die Rollläden heruntergezogen.

Im vergangenen Jahr war das Rennen in Bahrain wegen der Proteste gegen die Regierung des Landes abgesagt worden. Viele Demonstranten haben in den vergangenen Tagen und Wochen auch gezielt gegen die Rückkehr der Formel 1 in ihr Land protestiert.

Die Regierung will das international beachtete Autorennen unbedingt durchführen. So möchte sie demonstrieren, dass sie nach 14 Monaten anhaltender Proteste weiter die Oberhand hat.

Fast 50 Personen wurden seit Februar 2011 von Sicherheitskräften getötet. Die Regierung hatte den Aufstand zunächst mit Hilfe Saudi-Arabiens brutal niedergeschlagen. Doch die schiitische Mehrheit der Bevölkerung möchte das Machtmonopol des sunnitischen Herrscherhauses brechen, und so kommt es immer wieder zu Protesten.

Am Dienstag hatte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International darauf aufmerksam gemacht, dass die "Krise der Menschenrechte in Bahrain" keinesfalls vorbei sei. Seit der brutalen Niederschlagung der Proteste habe sich im Land nicht viel geändert.

Unter anderem verurteilten die Herrscher Ärzte und Pflegepersonal zu Gefängnisstrafen, die verletzte Demonstranten behandelt hatten. Zudem wurden bekannte Menschenrechtler ins Gefängnis geworfen.

SDA-ATS