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Australien will Bootsflüchtlinge abschrecken

Zur Abschreckung von Bootsflüchtlingen will Australien Asylsuchende im Ausland unterbringen. 32 Flüchtlinge aus Afghanistan und Pakistan, die in der Nacht auf Samstag aufgegriffen wurden, sollen auf die australische Weihnachtsinsel gebracht werden und von dort in ein Drittland weiterreisen.

In diesem würden ihre Asylanträge bearbeitet, erklärte Einwanderungsminister Chris Bowen am Samstag. Als mögliche Zielländer nannte er Minister Malaysia, Papua-Neuguinea und andere. Näher wollte er sich nicht äussern.

Australien schloss kürzlich eine Vereinbarung mit Malaysia, nach der das Land 800 Flüchtlinge aufnimmt, die illegal auf dem Seeweg nach Australien gelangten. Im Gegenzug will Australien 4000 registrierte Flüchtlinge einreisen lassen, die derzeit in Malaysia leben. Menschenrechtsorganisationen kritisierten die Vereinbarung, weil Malaysia die UNO-Flüchtlingskonvention nicht unterzeichnet hat.

In Australien trafen im vergangenen Jahr 6200 Flüchtlinge per Boot ein. Die meisten stammten aus Afghanistan, Sri Lanka, dem Iran und dem Irak. Sie nutzten Malaysia und Indonesien als Ausgangspunkte für ihre gefährliche Reise nach Australien.

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