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Australien will Markenzeichen auf Zigarettenschachteln verbieten

Dieser Inhalt wurde am 29. April 2010 - 12:00 publiziert
(Keystone-SDA)

Sydney - In Australien sollen jegliche Markenzeichen und Logos auf Zigarettenschachteln verboten werden. Der Plan wird von der Tabakindustrie heftig kritisiert.
Ein Gesetzentwurf sieht vor, dass die Packungen ab 2012 alle gleich aussehen, drastische Warnungen über die gesundheitlichen Schäden und den Herstellernamen in Kleingedrucktem tragen.
"Zigaretten sind nicht cool, Zigaretten bringen Menschen um", sagte Premierminister Kevin Rudd. "Dies werden die härtesten Vorschriften zur Zigarettenverpackung weltweit. "
Mit sofortiger Wirkung wurde ausserdem die Tabaksteuer um 25 Prozent erhöht, so dass eine Schachtel mit 30 Zigaretten ab sofort zwei australische Dollar (zwei Franken) teurer ist - bislang kostet eine Schachtel etwa zehn australische Dollar (zehn Franken).
Die Mehreinnahmen sollen in das Gesundheitswesen gesteckt werden. Regierungschef Rudd sagte, auch im Internet solle Tabakwerbung massiv eingeschränkt werden.
Auch eine "schlagkräftige" Anti-Tabak-Kampagne der Regierung sei geplant. "Die grossen Tabakfirmen werden das hassen", sagte Rudd, "die Regierung wird sich aber nicht dafür entschuldigen, es ist die richtige Entscheidung".
Die Ankündigung rief den Konzern Imperial Tobacco Australia prompt auf den Plan. "Die unbedruckte Verpackung nimmt dem Konsumenten die Möglichkeit, unsere Marke von einer anderen Marke zu unterscheiden, für uns ist das ein Wert", sagte eine Sprecherin im Radio.
"Das wird den Wert unseres Geschäfts beeinträchtigen, wir werden um unser geistiges Eigentum kämpfen", fügte sie hinzu. Gesundheitsministerin Nicola Roxon versicherte, das Gesetz werde so sorgfältig formuliert, dass es gegen rechtliche Schritte gefeit sei.

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