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Aus der Schweiz sind 2012 so viele Menschen ausgewandert wie seit 20 Jahren nicht mehr. Sie bleibt aber als Einwanderungsland attraktiv. Ende Jahr lebten gut 8'040'000 Personen im Land, 84'400 oder 1,1 Prozent mehr als 2011.

Im vergangenen Sommer knackte die Einwohnerzahl der Schweiz die 8-Millionen-Marke. Bis Ende Jahr kamen nochmals 39'060 Personen hinzu, wie aus den definitiven Bevölkerungsdaten des Bundesamtes für Statistik (BFS) für 2012 hervorgeht.

Die Zunahme hielt sich 2012 im Rahmen der drei Vorjahre. 2008 hatte die ständige Wohnbevölkerung noch um 1,4 Prozent zugelegt. Laut dem BFS ist die Einwanderung aus dem Ausland nach wie vor die wichtigste Komponente der Bevölkerungswachstums. Mit insgesamt 149'100 Personen stieg diese aber nur leicht (0,2%).

Die Auswanderungen hingegen nahm 2012 um 7,7 Prozent auf 103'900 Personen zu. Das ist ist der höchste Wert seit den frühen 90er-Jahren, als im Zuge der Wirtschaftskrise bis zu 117'000 Personen pro Jahr das Land verliessen. Der Wanderungssaldo verringerte sich in der Folge um 14 Prozent auf 45'200 Personen. Der Geburtenüberschuss ging um 3,9 Prozent auf 18'000 zurück.

Mehr Südeuropäer, weniger Deutsche

Bei den Einwanderungen entfielen gemäss der Statistik der Bevölkerung und Haushalte (STATPOP) 24'000 auf schweizerische und 125'100 auf ausländische Staatsangehörige. Vier Fünftel der Ausländer kamen aus Europa, mehrheitlich aus Deutschland, Portugal, Italien, Frankreich und Spanien.

Der stärkste Anstieg der Einwanderungen wurde 2012 bei Personen aus Südeuropa verzeichnet, das heisst bei griechischen (+44,8%), spanischen (+36,2%) und italienischen (+28,1%) Staatsangehörigen. Hingegen übersiedelten weniger Personen aus Deutschland (-12,1%), aus der Türkei (-11,1%) und aus Kroatien (-8,2%) in die Schweiz.

Umgekehrt verliessen vor allem polnische (+42%), montenegrinische (+35%), portugiesische (+9,1%), deutsche (+8,8%) und französische Staatsangehörigen (+6,4%) in grösserer Zahl die Schweiz. Schweizerinnen und Schweizer wanderten 2012 wie schon in den Vorjahren mit Vorliebe nach Frankreich, Deutschland und die USA aus.

SDA-ATS