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Bei der Explosion einer Autobombe vor der französischen Botschaft in der libyschen Hauptstadt Tripolis sind am Dienstag drei Menschen verletzt worden. Neben zwei Wachleuten sei auch eine 18-jährige Libyerin aus der Nachbarschaft betroffen, berichtete die staatliche libysche Nachrichtenagentur Lana.

Der Sprengsatz explodierte am Eingang der diplomatischen Vertretung. Die Wucht der Detonation beschädigte das Gebäude und etwa 30 Autos schwer. Libysche Ermittler waren vor Ort, zudem evakuierten Sicherheitskräfte Häuser im Umkreis des Gebäudes.

Bei den Wachleuten handelt es sich um französische Polizisten, wie Frankreichs Präsident François Hollande in Paris mitteilte. Das libysche Kind hielt sich in einem Haus gegenüber der Botschaft auf.

Gemeinsame Ermittlungen

Hollande verurteilte den Anschlag scharf. "Dieser Akt zielt über Frankreich hinaus auf alle Länder der internationalen Gemeinschaft, die sich im Kampf gegen den Terrorismus engagieren", sagte Hollande nach Angaben des Élysée-Palastes in Paris.

Wie Hollande kündigte auch Aussenminister Laurent Fabius an, Frankreich werde mit den libyschen Behörden alle Anstrengungen unternehmen, um "Licht in die Umstände dieser abscheulichen Tat zu bringen und die Täter schnell zu finden". Das Aussenministerium kündigte an, Fabius werde nach Tripolis reisen.

Libyens Aussenminister Mohammed Abdel Asis verurteilte am Anschlagsort die Tat als "Terrorakt gegen ein Bruderland, das Libyen während der Revolution unterstützt hat". Frankreich hatte den internationalen Militäreinsatz zum Sturz des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi ab März 2011 zusammen mit Grossbritannien massgeblich vorangetrieben.

Asis kündigte eine französisch-libysche Kommission zur Untersuchung des Anschlags an. Er wollte sich zu möglichen Hintergründen oder Tätern aber nicht äussern.

Akute Terrorgefahr

In Libyen kommt es seit dem Sturz Gaddafis immer wieder zu Anschlägen auch gegen westliche Einrichtungen. Schwer bewaffnete Milizen, darunter auch islamistische Gruppen, werden für viele Attacken verantwortlich gemacht.

So war im vergangenen Jahr im ostlibyschen Bengasi der US-Botschafter Chris Stevens bei einem Angriff auf das US-Konsulat ums Leben gekommen. Bei dem Angriff islamistischer Extremisten am 11. September 2012 waren zudem drei weitere US-Bürger getötet worden.

Im Januar hatten Frankreich, Deutschland, die Schweiz und weitere Länder vor einer akuten Terrorgefahr in Bengasi gewarnt und von Reisen in die Region abgeraten.

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SDA-ATS