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Polizisten haben eine Strasse in der Nähe des Tatorts in Sept-Sorts gesperrt.

KEYSTONE/AP/KAMIL ZIHNIOGLU

(sda-ats)

Der Autofahrer, der in der Nähe von Paris in eine Pizzeria gerast ist und dabei ein Mädchen getötet hat, stand nach Angaben aus Justizkreisen während der Tat offenbar unter starkem Medikamenteneinfluss.

Der Täter habe gegenüber der Polizei eingeräumt, dass er vor der Tat "eine grosse Menge an Medikamenten" eingenommen habe, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag aus Justizkreisen.

Zur Klärung des Tatmotivs habe die Aussage des Mannes aber nicht beigetragen, hiess es weiter. Der Beschuldigte habe ausgesagt, am Sonntag einen Selbstmordversuch unternommen zu haben, der aber scheiterte. Daher habe er es am folgenden Tag mit der Fahrt in das Restaurant versucht, hiess es aus Justizkreisen.

Der 1985 geborene Mann hatte am Montagabend in dem Ort Sept-Sorts östlich der französischen Hauptstadt einen BMW in eine Pizzeria gesteuert. Dabei wurden ein etwa zwölfjähriges Mädchen getötet und 13 weitere Menschen verletzt.

Fünf Verletzte ausser Lebensgefahr

Die fünf Schwerverletzten schwebten am Dienstag nicht mehr im Lebensgefahr, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Dies betrifft auch den dreijährigen Bruder des Todesopfers.

Die übrigen acht Verletzten kamen mit leichten Blessuren davon, wie der französische Innenminister Gérard Collomb mitteilte. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron sprach den Angehörigen des Todesopfers und der Verletzten sein Mitgefühl aus.

Der stellvertretende Staatsanwalt von Meaux, Eric de Valroger, erklärte, es gebe "keinen möglichen Zweifel", dass der Mann die Tat vorsätzlich begangen habe. Er schloss am Montagabend ein terroristisches Motiv zum gegenwärtigen Zeitpunkt aus. Im Auto des Beschuldigten wurden keine Waffen oder andere gefährliche Gegenstände gefunden.

In Frankreich gilt nach einer Serie von Anschlägen der Ausnahmezustand. Erst vorige Woche hatte ein Algerier bei einer Attacke mit einem Auto nahe Paris sechs französische Soldaten verletzt.

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SDA-ATS