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Axpo-Tochter EGL nützt das Reaktor-Desaster von Fukushima

Der Energiehändler EGL hat finanziell von der Reaktorkatastrophe in Fukushima profitiert. Die Tochter des Stromversorgers Axpo kaufte nach dem Unglück in Erwartung steigender Preise im Stromhandel ein und verkaufte nach dem tatsächlichen Preisanstieg mit Gewinn.

"Fukushima hat uns geholfen", sagte EGL-Chef Hans Schulz am Montag vor den Medien in Zürich. Bis zur Reaktorkatastrophe, die am 11. März durch ein massives Erdbeben ausgelöst worden war, hätten sich die Strompreise kaum erhöht. Dadurch habe EGL nicht die erwarteten Erträge erwirtschaftet, sagte Schulz.

"Am Montag nach der Katastrophe haben die Händler gekauft und konnten an diesem Unglück positiv partizipieren", sagte Schulz. Nach einem Preisanstieg unmittelbar nach der Katastrophe bewegen sich die Strompreise derzeit relativ konstant auf einem höheren Niveau.

Tiefere Bruttomarge

Trotzdem erreichte EGL in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2010/11 (Ende März) bei weitem nicht das Handelsergebnis der Vorjahresperiode. Wegen tieferer Auslastung der Gaskombikraftwerke in Italien und durch geringere Preisunterschiede zwischen Italien und anderen Märkten - wodurch EGL weniger verdient im Handel - sank die Bruttomarge um 40 Prozent auf 252,2 Mio. Fr.

Auch Turbulenzen um den Euro hat dem Unternehmen zugesetzt. Gegen die Schwäche der Einheitswährung schützt sich EGL aber mit Absicherungsgeschäften zumindest teilweise.

Mit geringeren Personalkosten bei einem von durchschnittlich von 856 auf 790 Posten reduzierten Vollstellenbestand sowie bedeutend tieferem Aufwand steuerte EGL dem Abwärtstrend entgegen. Zudem warf der Kraftwerkspark nach einem Verlust im Vorjahr einen Betriebsgewinn ab.

Beim Finanzergebnis reduzierte sich das Minus stark. Unter dem Strich gelang EGL eine Gewinnsteigerung von knapp ein Viertel auf 47,7 Mio. Franken, wie Finanzchef Andreas Rudolf darlegte.

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