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Eine halbe Stunde nach der Halbfinalniederlage gegen Jelena Ostapenko am French Open sucht Timea Bacsinszky am Tag ihres 28. Geburtstags nach Erklärungen.

Timea Bacsinszky, zuerst mal Happy Birthday!

"Danke."

Sie haben sehr hart gekämpft. Wie stufen Sie das Spiel ein?

"Ich kann eigentlich nur über etwas enttäuscht sein. Dass ich ein paar Chancen im ersten Satz nicht genützt habe. Aber ich habe bis zuletzt mit jedem Schlag alles gegeben. Sie war einfach erfolgreicher mit ihrem Spiel."

Welchen Einfluss hatte die Verletzung am Oberschenkel, die sie behandeln liessen?

"Es ist nichts gerissen, wahrscheinlich nur ein verhärteter Muskel. Zu Beginn hatte ich einen stechenden Schmerz, aber dann bekam ich Schmerzmittel. Es behinderte mich ein wenig beim Aufschlag und bei der Vorhand. Ich musste mich erst daran gewöhnen, aber es ging ganz gut. Es hatte auf das Spiel keinen Einfluss."

Wie schätzen Sie die Möglichkeiten von Ostapenko ein?

"Sie hat ein wahnsinnig gutes Timing. Ich vermute, sie hat sich nicht so gut bewegt, als sie jünger war. Das war bei mir auch so. Deshalb musste ich das Spiel der Gegnerin umso besser lesen. Und das hilft jetzt wahrscheinlich ihr auch. Sie ist weniger unkonstant als früher und bewegt sich auf Sand viel besser. Sie ist eine wirklich starke Spielerin, hat vor nichts Angst. Auch nicht in den wirklich grossen Momenten."

Können Sie dieses Turnier mit dem vor zwei Jahren vergleichen, als Sie ebenfalls den Halbfinal erreichten?

"Ich glaube, dieses Jahr habe ich bei weitem mein bestes Roland Garros gespielt. Mein Niveau, spielerisch und physisch, ist höher. Ich bin sicher eine bessere Tennisspielerin als vor zwei Jahren."

Was nehmen Sie für die Zukunft mit?

"Vor zwei Jahren stellte ich mir immer wieder die Frage: 'Ist dies die Chance meines Lebens?' Vielleicht habe ich zu lange daran herumstudiert, so dass es meine Leistung im Halbfinal beeinflusst hat. Ich versuchte dann zwar das Positive mitzunehmen, aber es gab auch viel Enttäuschung. Ich bin auch heute enttäuscht, aber ich habe eine grössere Distanz. Ich hab zum zweiten Mal den Halbfinal erreicht, das gibt mir für die Zukunft das Vertrauen, dass ich weiter Fortschritte machen und noch mehr erreichen kann. Ich nehme Stan (Wawrinka, 32-jährig) und Roger (Federer, 35-jährig) als Beispiele. Ich habe das Gefühl, dass Stan ein viel besserer Spieler ist als vor zwei Jahren. Er wird noch weitere Grand Slams gewinnen, und bei Roger werden wir bald sehen, ob ein 19. Titel dazukommt. Das zeigt mir, dass ich noch viele Jahre vor mir habe. Denn ich liebe das Metier, das ich mache, und fühle mich privilegiert."

Wenn Sie sagen, Sie seien besser als vor zwei Jahren, heisst das, dass die Enttäuschung diesmal grösser ist?

"Nein. Klar, so kurz nach dem Match bin ich natürlich enttäuscht. Ich bin eine Wettkämpferin, es stinkt mir gewaltig, dass ich nicht im Final bin. Aber es ist auch keine Schande zu sagen, dass sie vielleicht mehr Glück, vielleicht auch mehr Mut hatte. Ich hätte nicht gedacht, dass ich hier so weit komme. Deshalb nehme ich viel Positives mit."

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SDA-ATS