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BAG-Chef Strupler stellt Patientennutzen ins Zentrum

Dieser Inhalt wurde am 13. April 2010 - 14:26 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - Im Zentrum der Gesundheitspolitik soll nach Ansicht des neuen Direktors des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), Pascal Strupler, der Patientennutzen stehen. Trotz Spardruck soll die Qualität des Gesundheitswesens für den Patienten nicht geschmälert werden.
Dies will Strupler in erster Linie mit einer Qualitäts-Strategie erreichen, wie er in Bern vor den Bundeshausmedien sagte. Im Zentrum dieser Strategie, in die alle Sektoren und Akteure des Gesundheitswesens eingebunden werden soll, steht dabei der Nutzen für die Patientinnen und Patienten.
Zurzeit ist das BAG im Auftrag des Bundesrats daran, bis Ende Jahr Vorschläge für die Qualitätsstrategie auszuarbeiten. Unter anderem geht es darum, die Kriterien festzulegen, mit der Qualität gemessen werden kann.
Als Grundlage für die Qualitätsstrategie will Strupler zudem für mehr Transparenz sorgen. Dazu will er das Instrument der informatisierten Krankengeschichte rasch vorantreiben. "Ohne elektronische Patientendossiers ist etwa Managed care nur eingeschränkt vorstellbar", erklärte er zu einer der Prioritäten, die er als BAG-Direktor verfolgen will.
Die offenen Fragen und Probleme rund um die elektronische Gesundheitskarte will er an einem runden Tisch noch vor dem Sommer ausräumen. Eine Arbeitsgruppe ist daran, die Datenschutz-Fragen zu regeln.
Mit mehr Transparenz werden laut Stupler aber nicht nur Anreize geschaffen, die Qualität der Dienstleistungen zu verbessern. Sie erhöhe auch den wirtschaftlichen Druck auf die Akteure.
Er betonte, dass die anstehenden Reformarbeiten im Gesundheitswesen den verschiedenen Sektoren und den unterschiedlichen Akteuren auch Schmerzen bereiten werde. Die steigenden Gesundheitskosten liessen sich jedoch nicht schönreden.
Die Gespräche mit den verschiedenen Interessenvertretern aus dem Gesundheitswesen, die er während der ersten 100 Tage im Amt geführt habe, hätten gezeigt, dass bei ihnen die Einsicht reife, "dass die freie Fahrt vielleicht doch in der Mauer endet".

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