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In einer Kiesgrube im Kanton Luzern ist ein weiterer Mammutzahn gefunden worden. Die Archäologen gehen davon aus, dass das Mammut, dem der Zahn gehörte, vor rund 29'000 Jahren gelebt hat.

Wie die Kantonsarchäologie am Mittwoch mitteilte, wurde das 90 Zentimeter lange und 23 Zentimeter dicke Fragment am 15. August im Kieswerk von Eschenbach LU von einem Arbeiter entdeckt. Derselbe Mann hatte bereits vor drei Jahren einen ähnlichen Fund gemacht.

Beim Fragment handelt es sich um den mittleren Teil eines Stosszahnes. Es sei bei den Baggerarbeiten zwar beschädigt worden, sei aber bemerkenswert gut erhalten, schreibt die Kantonsarchäologie. Der Stosszahn solle nun in einem spezialisierten Labor konserviert werden.

Mammutfriedhof

In den Kiesgruben des Luzerner Seetals wurden bereits verschiedentlich Stoss- und Backenzähne von Mammuts gefunden. Ein Grund für die Ballung von Funden sei die intensive Kiesgewinnung, schreibt die Kantonsarchäologie.

Alle Funde in der Region wurden in einer über 20 Meter mächtigen Kiesschicht gemacht. Diese Schicht war durch das Schmelzwasser von Gletschern entstanden, die sich während einer wärmeren Phase der letzten Eiszeit in die Alpen zurückgezogen hatten.

Analysen von Kies aus dem benachbarten Ballwil ergaben, dass die Kiesschicht während einer kurzen Phase vor rund 29'000 Jahren entstanden ist. Das Mammut stamme somit aus jener Zeit, teilten die Archäologen mit.

Die Experten gehen davon aus, dass das Mammut südlich des Fundortes gelebt habe und dass sein Kadaver von einem reissenden Fluss mitgerissen worden sei. Im Fluss hätten sich nur die robusten Stoss- und Backenzähne ablagern können, nicht aber Knochen.

Kaum Spuren von Menschen aus jener Zeit

Zu Lebzeiten des Mammuts sei der moderne Mensch in Europa aufgetaucht und der Neandertaler ausgestorben, schreibt die Kantonsarchäologie. Das Mammut habe für diese Menschen eine grosse Bedeutung gehabt. Spuren von Menschen aus jener Zeit seien aber im Seetal nicht zu erwarten, denn der erneute Vorstoss der Gletscher vor 28'000 Jahren habe die Landschaft völlig verändert.

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SDA-ATS