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Bern - Bahnfahren in der Schweiz wird teurer: Die SBB und die anderen Anbieter des öffentlichen Verkehrs erhöhen ihre Preise auf den Fahrplanwechsel 2010 um durchschnittlich 5,9 Prozent. Am stärksten zur Kasse gebeten werden Käufer von General- oder Halbtax-Abos.
Gefordert hatten die Bahnen durchschnittlich 6,5 Prozent. Sie einigten sich mit Preisüberwacher Stefan Meierhans nun auf 5,9 Prozent, wie der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) und der Preisüberwacher am Mittwoch mitteilten.
Während die Preise für General- und Halbtax-Abonnemente überdurchschnittlich stark angehoben werden, wurde die Preiserhöhung auf Einzelbilletten und Streckenabonnementen von 3,4 auf 2,4 Prozent zurückgenommen. Dies bringt den Transportfirmen Mindereinnahmen von 10 bis 11 Millionen Franken.
Bis 20 Prozent mehr für HalbtaxNicht angetastet hat der Preisüberwacher die deutlichen Preisaufschläge auf den General- und Halbtax-Abonnementen. So wird der Preis für das 1-Jahres-Halbtax um 15 Franken auf 165 Franken erhöht. Das 2-Jahres-Halbtax schlägt um 50 Franken auf 300 Franken auf, was 20 Prozent entspricht. 50 Franken beträgt der Aufschlag auch auf dem 3-Jahres-Halbtax, das neu 400 Franken kosten soll.
Das GA für Erwachsene in der 2. Klasse schlägt um 6,5 Prozent oder 200 Franken auf und soll neu 3300 Franken kosten. Für Jugendliche und Studierende soll es um 150 Franken auf 2400 Franken aufschlagen.
Bei einem Durchschnittsertrag von 10 Rappen pro gefahrenem Kilometer liege offensichtlich kein Preismissbrauch der Transportunternehmen vor, sagte Meierhans dazu und erinnerte daran, dass er als Preisüberwacher prüfen müsse, ob die Preise begründet seien oder ein Missbrauch vorliege.
VöV-Direktor Peter Vollmer seinerseits zeigte sich überzeugt, dass durch die höheren Preise diese Stammkunden nicht in Massen vertrieben werden. Das Angebot sei nach wie vor attraktiv.
"Zu attraktive" GemeindetageskarteDeutlich teurer wird auch die Gemeindetageskarte. Die Gemeinden müssen dafür ab dem 12. Dezember 1525 Franken mehr bezahlen (neu: 11'300 Franken). Die Gemeinden und der Preisüberwacher konnten den VöV aber überzeugen, auf die sogenannte 9-Uhr-Regel zu verzichten.

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SDA-ATS