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Die Bank of America hat sich im Streit um Verluste in der US-Immobilienkrise zum wohl teuersten Vergleich in der Geschichte der Finanzbranche bereiterklärt. Das Institut zahlt 22 institutionellen Investoren insgesamt 8,5 Milliarden Dollar.

Die Forderungen der Investoren beziehen sich auf faule Kredite des Immobilienfinanzierers Countrywide Financial, den die Bank of America 2008 mitten in der Krise übernommen hatte. Zusätzlich zu der Rekordsumme legte das Bankhaus nach eigenen Angaben 5,5 Mrd. Dollar zur Seite, um sich für Zahlungen in weiteren strittigen Fällen zu wappnen.

Die Bank of America rechnet allein im zweiten Quartal mit einem Verlust von bis 8,6 bis 9,1 Mrd. Dollar. Konzernchef Brian Moynihan machte am Mittwoch deutlich, dass er lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende will. Die Vergleiche seien im Sinne der Aktionäre, um "künftige wirtschaftliche Unsicherheiten" möglichst gering zu halten.

Seit Jahresbeginn hat die Bank of America bereits drei Vergleiche ausgehandelt, um die Risiken im Zusammenhang mit der Countrywide-Übernahme aus seinen Bilanzen zu tilgen.

Eine Kapitalerhöhung sei aber trotz der enormen Belastungen nicht zu erwarten. Auch an der Börse herrschte Erleichterung: Die Bank-of-America-Aktie legte anfänglich 3 Prozent zu.

Riskante Wette

Zu den Investoren, die den Vergleich erstritten haben, gehören unter anderem die New Yorker Notenbank, der weltgrösste Vermögensverwalter Blackrock, die Allianz-Tochter Pimco, aber auch deutsche Landesbanken wie die BayernLB und die LBBW.

Sie alle fühlten sich beim Ankauf von verbrieften Hypothekenkrediten - ein vermeintlich lukratives Investment - betrogen, als die Blase auf dem US-Häusermarkt platzte. Sie warfen der Bank of America vor, dass diese Papiere, die als Mitauslöser der schweren Finanzkrise gelten, nicht den wahren Wert der zugrundeliegenden Hypotheken widerspiegelten.

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SDA-ATS