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Im Gegensatz zu seinem früheren Arbeitgeber lobt Ex-UBS-Verwaltungsratspräsident Peter Kurer die vorgeschlagene schärfere Bankenregulierung. "Die beiden Schweizer Grossbanken werden international nicht schlechter dastehen."

Der Bundesrat habe am Mittwoch eine "ausgewogene und durchdachte Lösung" vorgelegt, sagte Kurer in der "Samstagsrundschau" von Schweizer Radio DRS. Die Regelungen würden weitgehend auf dem Expertenbericht basieren, den alle Banken gutgeheissen hätten. Er hoffe, dass die Vorschläge im Parlament durchkommen werden.

"Die Schweizer Grossbanken CS und UBS werden mit den schärferen Regeln international nicht schlechter dastehen", sagte Kurer weiter. Im Gegenteil: Wegen der guten Kapitalisierung würden die Banken auf lange Frist gestärkt. Mehr Eigenkapital sei zwar für die Grossaktionäre schlechter, für die Bankkunden aber besser.

Kurers Einschätzungen stehen konträr zu jener der heutigen UBS-Führung. Diese wehrt sich gegen im Vergleich zum Ausland schärfere Eigenkapitalvorschriften. UBS-Chef Oswald Grübel hatte schon mehrfach damit gedroht, die Geschäftstätigkeit der Bank ins Ausland zu verlegen.

"Auch über Trennbankensystem nachdenken"

Die Schweiz werde nicht in allen Bereichen strenger sein, führte Kurer im Radio-Interview aus. So gebe es in den USA und auch in Grossbritannien schärfere Regeln bei der Organisation einer Bank. "Über diesem Aspekt sollte auch in der Schweiz nochmals vertieft nachgedacht werden."

Dabei kommt nach Ansicht Kurers auch eine Abtrennung des Investmentbankings vom übrigen Bankengeschäft in Frage. "Es geht um ein zentrales Problem: Sollen die Banken für den risikobehafteten Eigenhandel das Geld der Kunden brauchen?" Da gebe es einen Widerspruch. Die Kunden wollten, dass ihr Geld sicher angelegt ist.

Zur ablehnenden Haltung der UBS wollte sich Kurer nicht äussern. "Als ehemaliger Verwaltungsratspräsident sollte man schweigen. Ich kann die Gründe der jetzigen Führung nicht beurteilen." Kurer war von 2008 bis 2009 Präsident der UBS, die damals ihre schwerste Krise durchlebte und Staatshilfe beantragen musste.

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SDA-ATS