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Die Banken hoffen, dass der neue Finanzminister Ueli Maurer für mehr Werbung im Ausland für die Schweizer Finanzindustrie sorgt. Aus Sicht von Bankenpräsident Patrick Odier hat der Bund in der Vergangenheit vor allem den Werkplatz vermarktet.

Bei Freihandelsabkommen könne mehr gemacht werden, sagte Odier, Präsident der Schweizerischen Bankiervereinigung, in einem Interview, das am Samstag in der "Nordwestschweiz" erschien. "Wir nutzen die Möglichkeiten zu wenig, gleichzeitig Werbung für die Finanzindustrie zu machen." Benachteiligt fühle er sich zwar nicht, doch er stelle fest, dass die Chancen zu wenig genutzt würden.

Odier lobte das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) für seine Promotionen im Ausland - etwa mit Wirtschaftsdelegationen, denen er selbst oft angehöre. Mit dem Finanzdepartement sei eine solche Zusammenarbeit bisher nicht möglich gewesen.

"Der Finanzminister könnte zusammen mit dem SECO mehr tun, um den Finanzplatz zu vermarkten. Ich hoffe, dass der neue Departementsvorsteher das versteht und tun wird", sagte Odier.

SVP-Bundesrat Maurer übernahm Anfang Jahr das Finanzdepartement von Eveline Widmer-Schlumpf, die aus der Regierung zurücktrat. Das Verhältnis zwischen Widmer-Schlumpf und den Banken galt als kühl. Die Bündnerin hatte mit den Banken alle Hände voll zu tun: In ihre Amtszeit fielen UBS-Rettung, "Too big to fail"-Regulierung, Steuerstreit und Druck aus dem Ausland aufs Bankgeheimnis.

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SDA-ATS