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Bankiervereinigung befürchtet Kapitalabzüge muslimischer Kunden

Dieser Inhalt wurde am 03. Dezember 2009 - 13:26 publiziert
(Keystone-SDA)

Brüssel - Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) fürchtet, dass gewisse muslimische Kunden die Bank oder den Finanzplatz wechseln könnten. Das sagte SBVg-Geschäftsführer Urs Roth in Brüssel im Nachgang zur Annahme des Minarett-Verbots in der Schweiz.
Es sei allerdings zu früh abzuschätzen, wie sich die Situation entwickeln werde, erklärte Roth vor Schweizer Medienschaffenden weiter. Am Mittwoch hatte der türkische Europaminister Egemen Bagis wohlhabende Muslime in aller Welt aufgerufen, ihre Vermögen aus der Schweiz abzuziehen und in der Türkei anzulegen.
Am Donnerstag erklärte Bagis in Brüssel, er hoffe, dass die Schweiz das Abstimmungsresultat korrigieren werde. "Ich glaube nicht, dass grundlegende Menschenrechte einer demokratischen Volksabstimmung unterzogen werden sollten. Ich denke, das ist dumm.", wird Bagis von der österreichischen Presseagentur APA zitiert.
Das Votum, bei dem sich am Sonntag eine Mehrheit der Schweizer für ein Bauverbot von Minaretten ausgesprochen hat, stehe nicht in der Tradition der Schweiz, sagte Bagis. "Ich hoffe, die Schweiz wird nicht ein Freilichtmuseum der Intoleranz im Herzen Europas."

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