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In den ersten beiden Viertelfinals im Schweizer Cup am Mittwoch geniessen der Titelverteidiger Basel und Zürich nicht nur Heimrecht, sie sind gegen Luzern respektive Thun auch klar favorisiert.

In den letzten elf Saisons erreichte der FC Basel im Schweizer Cup nur zweimal nicht die Halbfinals. Einmal schaffte Biel die Sensation und vorletzte Saison bedeutete der FC Sion im Viertelfinal Endstation. Seit diesem Fehltritt im Wallis reihte der FCB im Cup neun Siege aneinander, und es würde erstaunen, wenn am Mittwoch im St. Jakob-Park nicht ein zehnter dazu kommen würde.

Der FC Basel präsentiert sich ganz besonders seit der Länderspiel-Pause in exzellenter Verfassung. 5:1 gegen Sion, 1:0 gegen Manchester United und 4:1 in Luzern sind die letzten Resultate der Mannschaft von Raphael Wicky, die insbesondere in der zweiten Halbzeit aufzutrumpfen weiss. Zehn der letzten elf Basler Tore fielen nach der Pause. Auch der FC Luzern konnte bei der Cup-Hauptprobe am Samstag vor eigenem Anhang nach ausgeglichenen ersten 45 Minuten nicht mehr mithalten.

Patrick Rahmen, der Co-Trainer der Luzerner, der für den kranken Markus Babbel am Dienstag Rede und Antwort stand, weiss, dass nicht viel für sein Team spricht: "Die Ausgangslage ist nicht rosig." Die Luzerner haben seit fast drei Monaten nur noch gegen St. Gallen und im Cup gewonnen. Nun brauche es vor allem die volle Überzeugung, Basel schlagen zu können. "Dann können wir es schaffen."

Die Basler werden wie schon in den vergangenen Cup-Partien in dieser Saison mit dem eigentlichen Ersatzgoalie Mirko Salvi antreten. Für den 23-jährigen Waadtländer ist es der erste Auftritt im St. Jakob-Park als FCB-Spieler. In den vergangenen zwei Saisons gastierte er mit Lugano dreimal in Basel und kassierte elf Gegentore. Nun wird er auf der "richtigen Seite" stehen, aber wohl kaum die Stimmung der grossen Abende geniessen können. Bis Dienstagmittag waren bloss 7500 Tickets verkauft.

Verletzungsmisere in Thun

Beim FC Thun, der in der Super League nur einen Punkt vor Luzern liegt, wirkt noch das 1:2 vom Wochenende gegen den FC St. Gallen nach. Durch die Niederlage haben die Berner Oberländer kaum mehr Reserve auf den Abstiegsplatz und müssen angesichts der vielen Absenzen bis Ende Jahr um Schadensbegrenzung bemüht sein. Ein Halbfinal-Einzug im Cup, der erst dritte der Vereinsgeschichte, käme einem Exploit gleich.

Gegen den FC Zürich dürften elf Spieler ausfallen. Geradeso kann Trainer Marc Schneider ein Team aufstellen, ohne auf Leistungsträger der zweiten Mannschaft zurückzugreifen. "Ich habe schon öfters Phasen mit vielen Verletzten erlebt, aber noch nie eine so krasse", sagte Sportchef Andres Gerber. Neben den acht Feldspielern, die schon am Wochenende ausgefallen sind, müssen auch Silvano Schäppi und Moreno Costanzo passen. Goalie Guillaume Faivre, der eine Alternative zum gegen St. Gallen fehlerhaften Francesco Ruberto gewesen wäre, wird sich einer Mandeloperation unterziehen müssen.

Beim FC Zürich hütet man sich vor dem angeschlagenen Gegner. "Jeder erwartet einen Sieg. Das macht es zu einem schwierigen Spiel", erklärte Uli Forte. Der FCZ-Trainer sagte auch, was in Luzern und Thun trotz der klaren Aussenseiter-Rolle die Hoffnungen aufrecht erhält: "Der Cup schreibt seine eigenen Geschichten."

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SDA-ATS